Panorama

Kriminelle blockieren Straßen Mexiko meldet Festnahmen nach Gewaltwelle

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Polizisten vor der Haftanstalt in Ciudad Juárez.

(Foto: REUTERS)

Der Norden Mexikos kommt nicht zur Ruhe. Nachdem in Ciudad Juárez elf Menschen bei Angriffen ums Leben kommen, errichten Kriminelle in anderen Städten Straßenblockaden. Nun meldet die Polizei mehr als ein Dutzend Festnahmen.

Im Norden Mexikos sind nach einer Reihe von Gewaltakten 17 Personen festgenommen worden. Drei der Festgenommenen, zwei Männer und eine Frau, seien als Mitglieder des schwer bewaffneten Drogenkartells "Cártel Jalisco Nueva Generación" identifiziert worden. Demnach wurde auch ein Busfahrer in der Stadt Mexicali an der Grenze zu den USA verletzt.

Am Freitagabend war es in Tijuana, Mexicali und anderen Städten im Bundesstaat Baja California, der an Kalifornien auf der US-Seite grenzt, zu Straßensperren gekommen. Öffentliche Verkehrsmittel und private Fahrzeuge wurden angezündet. Die Regierung sprach in der Mitteilung von 24 kriminellen Handlungen. Das US-Konsulat in Tijuana wies seine Angestellten an, sich bis auf Weiteres in Sicherheit zu bringen.

Bei einer Reihe bewaffneter Angriffe in der nördlichen Grenzstadt Ciudad Juárez waren zuvor elf Menschen ums Leben gekommen. Zunächst wurden nach Angaben der Polizei zwei Häftlinge in der örtlichen Haftanstalt bei Bandenkämpfen getötet, 20 weitere wurden verletzt. Laut Medienberichten ging die Gewalt in dem Gefängnis von Mitgliedern des Sinaloa-Kartells aus.

Anschließend attackierten bewaffnete Täter unschuldige Zivilisten - es starben dabei neun weitere Menschen, darunter vier Mitarbeiter eines Radiosenders, die an einer Werbeveranstaltung vor einer Pizzeria teilgenommen hatten, und zwei Frauen in einem Lebensmittelgeschäft. Der Laden und zwei weitere Gebäude wurden anschließend in Brand gesteckt.

Die 1,5-Millionen-Einwohner-Stadt Ciudad Juárez liegt gegenüber El Paso im US-Bundesstaat Texas und gilt als eine der gefährlichsten Städte in Mexiko. Die Metropole leidet seit Jahren unter der Gewalt der Drogenkartelle, die um die Kontrolle der lukrativen Drogenschmuggelrouten in die USA konkurrieren.

Quelle: ntv.de, jpe/dpa/AFP

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