Panorama

Von Bande in Haiti entführt Missionare konnten sich selbst befreien

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Mitte Oktober wurde die Gruppe entführt, fünf der Missionare wurden von den Entführern freigelassen.

(Foto: AP)

Die 17 auf Haiti verschleppten Missionare sind inzwischen wieder in Freiheit. Ein Großteil der Nordamerikaner, darunter ein Baby, entkommt offenbar eigenständig in einer Nacht- und Nebelaktion. Erst nach einem kilometerweiten Marsch finden sie Hilfe.

Die über mehrere Wochen in Haiti festgehaltenen Nordamerikaner haben sich durch einen erfolgreichen Fluchtversuch aus der Gewalt ihrer Entführer befreit. Die zwölf Geiseln, die seit vergangener Woche wieder in Freiheit sind, seien am 15. Dezember in der Dunkelheit aus dem Versteck der Geiselnehmer entkommen, teilte die Hilfsorganisation Christian Aid Ministries mit. Nach mehreren erfolglosen Versuchen sei es ihnen gelungen, die Tür aufzubrechen und zu flüchten.

Die zehn Erwachsenen seien mit einem Baby und zwei weiteren Kindern rund 16 Kilometer durch ein unwegsames Waldgebiet mit dornigen Sträuchern gelaufen, um sich in Sicherheit zu bringen, sagte der Sprecher der NGO, Weston Showalter. Die haitianische Polizei hatte am vergangenen Donnerstag mitgeteilt, dass die zwölf Geiseln wieder in Freiheit seien, ohne weitere Einzelheiten zu nennen.

Mitte Oktober waren insgesamt 17 Missionare und ihre Angehörigen, unter ihnen ein Baby und vier weitere Minderjährige, außerhalb der Hauptstadt Port-au-Prince von einer kriminellen Bande verschleppt worden. Zwei Geiseln wurden bereits im November freigelassen, drei weitere kamen Anfang Dezember frei. Der Anführer der Bande 400 Mawozo, Wilson Joseph, hatte nach der Geiselnahme ein Lösegeld von 17 Millionen Dollar (15 Millionen Euro) gefordert. Er drohte mit der Ermordung der Geiseln, sollte das Lösegeld nicht gezahlt werden.

In Haiti hat die Zahl der Entführungen in den vergangenen Monaten stark zugenommen. Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Center for Analysis and Research in Human Rights wurden in diesem Jahr bereits Hunderte Menschen gekidnappt.

Quelle: ntv.de, mdi/AFP

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