Panorama

Bundesstaaten rufen Notstand aus"Monstersturm" könnte den USA bis zu minus 45 Grad bringen

23.01.2026, 17:09 Uhr
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Große Teile der USA werden am Wochenende von einem Sturm heimgesucht, der Schnee und Blitzeis bringt. Es sollen zahlreiche Bundesstaaten betroffen sein. Viele von ihnen haben bereits den Notstand ausgerufen. Große Gefahr droht durch eisige Temperaturen.

Aus Furcht vor den Auswirkungen eines der vermutlich schwersten Winterstürme der vergangenen Jahre in den USA haben ein Dutzend Bundesstaaten den Notstand ausgerufen. Die Maßnahme gelte ganz oder teilweise für Texas, Georgia, South Carolina, North Carolina, Virginia, Maryland, Louisiana, Arkansas, Tennessee, Alabama, Mississippi und Missouri, berichteten US-Medien.

Begleitet von heftigen Schneefällen und eisigen Winden werde sich der herannahende Sturm über eine Entfernung von rund 3000 Kilometern von New Mexico im Südwesten aus über das Wochenende bis nach Maine im Nordosten ausbreiten, warnte der Wetterdienst. Medien sprachen von einem "Monstersturm".

Fluggesellschaften hätten vorsorglich bereits Hunderte Verbindungen abgesagt, hieß es in Medienberichten. Den Passagieren werde angeboten, kostenlos umzubuchen. Sicherheitshalber hätten auch zahlreiche Schulen für Freitag den Unterricht abgesagt.

Auch die Lufthansa hat für Samstag zahlreiche Flüge von und nach Nordamerika gestrichen. Am Sonntag sind nach Angaben einer Sprecherin noch Verbindungen nach Washington, New York, Boston, Philadelphia und Charlotte betroffen. An zahlreichen weiteren Flughäfen im Westen, Süden und Norden des Kontinents sei am Sonntag nur noch mit vereinzelten Verspätungen zu rechnen. Die betroffenen Fluggäste würden über die Ausfälle und alternative Reisemöglichkeiten informiert.

Befürchtet wird auch, dass es zu massiven Stromausfällen kommt, etwa durch umknickende Bäume oder weil die oberirdischen Leitungen durch das Gewicht von Blitzeis brechen könnten. Es wird davon ausgegangen, dass zahlreiche Großstädte von einer gefährlichen Eisschicht überzogen werden könnten - etwa Dallas, Memphis oder Washington D.C.

Für rund 160 Millionen Einwohner gelten Wetterwarnungen oder besondere Hinweise. Die Behörden riefen die Menschen auf, ihre Wohnungen möglichst nicht zu verlassen und das Auto stehenzulassen. New Yorks Gouverneurin Kathy Hochul warnte, die erwartete Kälte könne "absolut tödlich" sein. In Teilen von Minnesota und North Dakota könnten die Temperaturen laut Wetterdienst auf minus 45 Grad Celsius (minus 50 Grad Fahrenheit) fallen. Neben Minneapolis könnten die gefühlten Temperaturen auch in Chicago auf Werte zwischen -20 und -30 Grad Celsius fallen.

Quelle: ntv.de, als/dpa

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