Panorama

"Auch Geimpfte und Genesene" Montgomery: Tests für alle Reiserückkehrer

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Polizisten kontrollieren Einreisende an der deutsch-dänischen Grenze.

(Foto: picture alliance/dpa)

Seit dem vergangenen Wochenende müssen Urlauber bei der Rückkehr nach Deutschland einen negativen Corona-Test vorweisen. Genese und Geimpfte sind davon befreit. Weltärztebund-Chef Montgomery hält das für falsch. Er fordert eine Testpflicht für alle Einreisenden.

Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, befürwortet eine Testpflicht für sämtliche Reiserückkehrer aus dem Ausland. Alle Einreisenden müssten ausnahmslos einen negativen Corona-Test vorlegen, "auch Geimpfte und Genesene", sagte Montgomery den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Ein solcher Schritt sei zumutbar.

Zur Begründung für die Forderung einer Testpflicht für alle Urlaubsheimkehrer verwies Montgomery auf die steigende Zahl sogenannter Impfdurchbrüche. Das Robert-Koch-Institut habe bisher rund 7500 sogenannte Impfdurchbrüche festgestellt, also Erkrankungen trotz Impfung. Montgomery fügte hinzu: "Wer sich eine Auslandsreise leisten kann, kann sich auch einen Schnelltest leisten."

Seit 1. August müssen alle Menschen ab zwölf Jahren, sofern sie nicht gegen Corona geimpft oder von einer Erkrankung genesen sind, einen negativen Test nachweisen, egal ob sie mit dem Flugzeug, Auto oder der Bahn kommen. Bei einem Aufenthalt in Gebieten mit neuen, besorgniserregenden Virusvarianten ist ein Testnachweis auch für Genesene und Geimpfte Pflicht. Als Virusvariantengebiete stehen auf der Liste des Robert-Koch-Instituts aktuell nur Brasilien und Uruguay.

Die Bundespolizei kontrolliert mittlerweile verstärkt die seit Sonntag geltende Testpflicht für Reiserückkehrer. Damit soll eine weitere Ausbreitung des Virus zum Ende der Sommerferien verhindert werden. An den Grenzen werde aber niemand zurückgeschickt, erklärte ein Sprecher der Bundespolizei. Es würden unmittelbar auch keine Bußgelder erhoben. Bei Verstößen werde die Anzeige einer Ordnungswidrigkeit an die zuständigen Behörden weitergeleitet.

Quelle: ntv.de, jpe/dpa

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