Panorama

Tote 18-Jährige gibt Rätsel auf Mordermittlungen auf Usedom ausgeweitet

118510365.jpg

Das Mädchen starb an Stichverletzungen, die Polizei sucht im Müll nach der Tatwaffe.

(Foto: picture alliance/dpa)

In dem Usedomer Mordfall um eine erstochene 18-Jährige ermittelt die Polizei inzwischen in ganz Deutschland. Die Beamten durchkämmen Müllberge in Zinnowitz und fahnden nach Bekannten des Opfers aus den Sozialen Medien.

Der Fall der getöteten 18-Jährigen auf Usedom beschäftigt inzwischen Ermittler bundesweit. Es gingen Amtshilfeersuchen an mehrere Bundesländer, sagte eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Neubrandenburg. Die Ermittler suchen über Kontaktpersonen des Mädchens, die aus den sozialen Netzwerken bekannt sind, Hinweise auf weitere Bekannte.

118681172.jpg

Nachbarn legten Blumen vor die Tür des Opfers in der Zinnowitzer Waldstraße.

(Foto: picture alliance/dpa)

Auch nach einer Woche intensiver Ermittlungen gibt es bisher nichts, was die Polizei weiterbringen würde, sagte die Sprecherin weiter. Weder die Tatwaffe, mit der die Jugendliche am 19. März erstochen wurde, noch ein Tatverdächtiger seien gefunden. Auch das Motiv für die Tat sei unbekannt. Bislang seien etwa 50 Menschen befragt worden. Die Ermittler würden weiterhin deren Alibis überprüfen und das Umfeld des Verbrechens absuchen.

Medienberichten zufolge ist der Müll aus Zinnowitz in einem Wertstoffhof auf Usedom nach der Tatwaffe durchsucht worden. Die Polizei bestätigte dies nicht. Auch zu einer Schwangerschaft  der Getöteten wollte die Sprecherin nichts sagen. Der 16-Jährige, der sich in der "Bild"-Zeitung als Vater des erwarteten Kindes darstellte, werde von der Polizei nur als eine der Kontaktpersonen geführt. Ebenso ein Ex-Freund der Getöteten in Torgelow, den das Mädchen "Bild" zufolge als eifersüchtig beschrieben hatte. Zu einer Schwangerschaft würde sich die Polizei nur äußern, wenn sie als Motiv für das Tötungsdelikt eine Rolle spielen würde, sagte die Sprecherin.

Quelle: n-tv.de, mau/dpa

Mehr zum Thema