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Pflegehelferin wird gekündigt Muslima wäscht keine Männer

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Als Muslimin forderte die Klägerin, dass auf ihren Glauben am Arbeitsplatz mehr Rücksicht genommen wird.

(Foto: picture alliance / Daniel Karman)

Wegen ihres Glaubens weigert sich eine muslimische Pflegehelferin, Männer zu waschen. Nach nur einer Woche wird sie entlassen. Zu Recht, entscheidet ein Gericht.

Weil eine muslimische Pflegehelferin keine männlichen Patienten waschen wollte, hat ihr Arbeitgeber sie entlassen - mit Recht, wie das Arbeitsgericht Mannheim entschieden hat. Es wies eine Klage der 40-Jährigen ab. Nur eine Woche lang hatte die gebürtige Litauerin für den ambulanten Pflegedienst gearbeitet, ehe das Unternehmen sie entließ.

"Ich will doch nur für mein Recht kämpfen, zu arbeiten", hatte die Frau erklärt, bevor sie im Gerichtssaal Platz nahm. Seit drei Jahren lebe sie in Deutschland und wolle sich nur integrieren, sagte sie. In Litauen habe sie Medizin studiert, aber in Deutschland fehle ihr die Arbeitserlaubnis. Deswegen schlage sie sich als Pflegehilfe und hauswirtschaftliche Betreuerin durch.

Sie verstehe nicht, warum ein so großes Unternehmen nicht darauf Rücksicht nehmen könne, dass es ihre Religion verbiete, Männer zu waschen. Richterin Sigrid Bouwhuis betonte jedoch: "Sie können Ihre Religion hierzulande frei ausüben. Aber an Ihrem Arbeitsplatz kann Ihnen nicht alles zurechtgezaubert werden."

Sie müsse sich daher an die Spielregeln halten. Außerdem greife in der sechsmonatigen Probezeit kein Kündigungsschutz. Und weil die Frau einen Tag zu spät Klage gegen ihre Entlassung eingereicht habe, sei diese Klage ohnehin unzulässig.

Quelle: n-tv.de, vni/dpa

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