Panorama

Britische Variante B.1.1.7 Mutante in fast 100 Ländern gefunden

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Einreisende von Tschechien nach Deutschland warten an der Grenze auf einen Corona-Test.

(Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild)

An den Grenzen werden Einreisende kontrolliert, in Hamm kommt es nach einem Positivtest zum Großeinsatz - die Angst vor der hochansteckenden britischen Coronavirus-Variante ist groß. Zu Recht, wie Zahlen der WHO nun zeigen. Die Mutation B.1.1.7 ist nicht die einzige, die sich weltweit ausbreitet.

Die zuerst in Großbritannien aufgetretene und besonders ansteckende Variante des Coronavirus ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in mittlerweile 94 Ländern nachgewiesen worden. Die aus Südafrika stammende Virus-Variante hat sich demnach bereits auf 46 Länder ausgebreitet, bei der zunächst in Brasilien und Japan entdeckten Mutante seien es 21 Länder.

Anzunehmen ist jedoch, dass Varianten wie die britische Mutante B.1.1.7 sich unbemerkt noch weiter ausgebreitet haben, da nicht jede Ansteckung auch entdeckt und entsprechend registriert wird. Sorgen bereitet vor allem die britische Mutante, die nach vorsichtigen Schätzungen gut ein Drittel ansteckender ist als das ursprüngliche Virus. Auch für andere Varianten wie die südafrikanische wird eine höhere Übertragbarkeit angenommen, genaue Daten dazu gibt es aber noch nicht.

Angesichts der zunehmenden Verbreitung dieser Virusvarianten bietet die gleichzeitig zurückgehende Gesamtzahl der Neuinfektionen wenig Anlass zur Entwarnung. In der vergangenen Woche wurden nach WHO-Angaben weltweit 2,7 Millionen zusätzliche Infektionen nachgewiesen. Das seien rund 500.000 Fälle oder 16 Prozent weniger als in der Vorwoche, hieß es. Der stetige Rückgang der Neuinfektionen vom bisherigen Höchststand von knapp fünf Millionen Fällen in der ersten vollen Januar-Woche setze sich damit fort. Bei den Sterbefällen gab es laut WHO einen Rückgang von zehn Prozent auf 81.000 zusätzliche Tote im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion.

In Deutschland hatte zuletzt ein Nachweis der britischen Variante für einen Großeinsatz in Hamm gesorgt. Ein Bauarbeiter auf Montage war positiv auf die Mutante getestet worden. Daraufhin rückte eine Hundertschaft der Polizei aus. Vier Wohnblöcke wurden unter Quarantäne gestellt, mehr als 100 Menschen sollten getestet werden.

Quelle: ntv.de, chf/dpa

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