Panorama

Die Wetterwoche im Schnellcheck Nach "Herwart" geht's ruhig und kühl weiter

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(Foto: imago/Fotoarena)

Nach einem teils stürmischen Wochenende startet die neue Woche wesentlich ruhiger und mitunter auch recht frisch mit Bodenfrost und Schnee auf den Bergen. Der Überblick über die Wetterwoche von n-tv Meteorologe Björn Alexander.

Hinter der Kaltfront von Tief "Herwart" ist ein Schwall kalter Polarluft zu uns gekommen. Das Sturmfeld von "Herwart" ist derweil ostwärts abgezogen, wütete zuvor zum Teil heftiger als der Sturm "Xavier" Anfang Oktober. Dies galt besonders an der Küste, wo es satte Orkanböen gab: List/Sylt mit 156 km/h, Fehmarn mit 144 km/h oder Amrum mit Tempo 139. Damit war auch die Sturmflut an Nordsee, Elbe und Weser deutlich höher als vom BSH (Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie) erwartet. In Hamburg beispielsweise mit etwa 3,30 Meter über dem mittleren Hochwasser. Es war somit eine schwere Sturmflut. Der Blick in die kommende Woche verspricht deutlich ruhigere und kühlere Fahrwasser.

Nacht zu Montag

Besonders im Süden und Südosten ziehen noch einige Schauer durch, die auf den Bergen oberhalb von rund 500 Metern in Schnee übergehen. Dabei weht der Wind nur noch an der See und auf den Bergen im Osten mäßig bis stark. Ansonsten ist es ruhiger und insgesamt recht kühl. In den höheren Lagen mit Tiefstwerten zwischen 2 und minus 1 Grad. Und auch im Flachland ist bei Werten zwischen 7 und 3 Grad streckenweise leichter Bodenfrost drin.

Montag

Der n-tv Wetterexperte Björn Alexander

Björn Alexander

Bevorzugt im Süden und Südosten bleibt es wechselhaft mit Regenschauern, die auf den Bergen in Schneefall übergehen. Im Bereich Harz/Erzgebirge passiert das ab rund 500 Meter. Richtung Alpen liegt die Schneefallgrenze bei rund 700 Meter. Ansonsten bleibt es mehrheitlich trocken und die Sonne zeigt sich zeitweise. Zumindest etwas Erwärmendes an einem recht kühlen Tag. Denn bei einem mitunter unlustigen Nordwestwind werden die Quecksilbersäulen maximal auf 4 bis 11 Grad kraxeln.

Dienstag

Das Wetter schickt sich an, einen gewissen Neid zu schüren. Denn während der Süden nach Nebelauflösung viel Sonne bekommt und auf den Bergen der frisch gefallene Schnee glitzern dürfte, ziehen im Norden und Osten bereits die nächsten Wolken mit neuem Regen auf. Bei einem mäßigen bis frischen Westwind bleibt es kühl mit Höchstwerten zwischen 4 und 12 Grad.

Mittwoch

Die Wetterteilung bleibt. Der Süden und Südwesten im Vorteil mit Sonne und ein paar Wolken im Mix. Die Nordosthälfte hingegen mit vielen Wolken und immer wieder zieht Regen durch. Immerhin: die Temperaturen erholen sich und bringen es auf 7 bis 15 Grad.

Donnerstag

Der Trend zur Erwärmung bleibt erhalten und somit werden es verbreitet zweistellige Temperaturen zwischen 9 und 17 Grad. Was allerdings auch bleibt, ist der Hang zu wechselhaften Aussichten. Das gilt nahezu überall. Außer im Südwesten, wo es freundlicher und ruhiger bleiben dürfte.

Freitag und Samstag

Wenn ich mich jetzt festlegen sollte, dann würde ich sagen, dass diese zwei Tage - deutschlandweit gesehen - die schönsten werden könnten. Die Unsicherheiten sind zwar noch groß, zumindest aber gibt es Chancen, dass es vielerorts freundlich oder sonnig (oder wenigstens trocken) weitergehen könnte. Da hätten wir sicherlich nichts dagegen. Zumal auch die Temperaturen noch relativ angenehm sein könnten. Häufig mit Spitzenwerten zwischen 9 und 16 Grad.

Sonntag

Der Trend deutet schon wieder in Richtung wechselhafter, denn das Hoch dürfte rasch schwächeln. Und auch bei den Temperaturen gibt es Tendenzen zur Abkühlung bei 7 bis 12 Grad.

Quelle: n-tv.de