Panorama
Das zuerst freundliche Wetter zieht südwärts - es bleiben viel Wind, Regen und Schneeregen.
Das zuerst freundliche Wetter zieht südwärts - es bleiben viel Wind, Regen und Schneeregen.(Foto: picture alliance / Bernd Thissen)
Sonntag, 28. Januar 2018

Wetterwoche im Schnellcheck: Nach trüb kommt nasskalt

Viel Kälte, ein wenig Sonne und viel Regen. Bei den Temperaturen kann man feststellen: Wettertechnisch herrscht enorme Unentschlossenheit. Wie die Woche genau wird, erklärt n-tv Meteorologe Björn Alexander.

Der Blick auf die Wetterkarten für die neue Woche lehrt Bescheidenheit. Denn nach den zum Teil bislang rekordverdächtig grauen Wochen in diesem Winter gibt man sich mit wenig zufrieden. Insofern müssen wir in Sachen Sonnenschein einfach mal den Dienstag in den Fokus nehmen. Der dürfte insgesamt der freundlichste Tag der Woche werden.

Bei den Temperaturen kann man derweil feststellen: Es herrscht enorme Unentschlossenheit. Irgendwie ist es noch nicht richtig Frühling. Richtig Winter aber auch nicht. Und so beginnen wir am Montag noch eher mild, bevor es ab Mittwoch im Flachland nasskalt wird. Richtig winterlich ist es dann immerhin in den Lagen oberhalb von 400 Metern mit Schneeschauern. Bleibt die Frage: Werden wir auch in Köln, Hamburg, Berlin oder Frankfurt noch mal Schnee oder frostige Temperaturen zu spüren bekommen? Darauf gibt's ein ganz klares: "Vielleicht." Alles in allem geht es bis zum Wochenende und auch in Richtung Karneval häufiger nasskalt bis kühl und teilweise windig bis stürmisch weiter. Andererseits ist bis auf Weiteres auch nichts Frühlingshaftes in Sicht. Abschreiben sollte man den Februar daher definitiv nicht, denn einige Wettermodelle tendieren in der meteorologischen Glaskugel, die den Blick auf den Zeitraum von mehr als 5 bis 10 Tagen erlaubt, zu einer Ostlage. Und damit könnte es rappzapp frostig werden.

n-tv Meteorologe Björn Alexander
n-tv Meteorologe Björn Alexander
Montag

Südlich der Donau beginnt die neue Woche eigentlich gar nicht übel. Vor allem anfangs zeigt sich die Sonne länger und trocken bleibt es auch. Der große Rest bekommt derweil alle Nuancen von Grau. Das liegt an den hochnebelartigen Wolken, die zeit- und gebietsweise etwas Regen oder Nieselregen bringen können und denen ab dem Mittag von Nordwesten her teilweise kräftigere Schauer nachfolgen. Dabei ist es noch mild mit 8 Grad auf den Mittelgebirgen und bis zu 13 Grad im Breisgau. Der Wind weht in der Nordhälfte mitunter stark bis stürmisch und kann gelegentlich auch bis ins Flach- und Binnenland einzelne Sturmböen bringen. Besonders in den Wäldern, wo die Schäden von Orkan "Friederike" noch nicht beseitigt sind, ist also nach wie vor Obacht geboten.

Dienstag

Wenn man mal vom wolkigeren Süden absieht, dann ist es vielerorts wahrscheinlich der beste Tag der Wetterwoche, mit einem trockenen Mix aus Sonne und Wolken. Und die Temperaturen von 6 bis 12 Grad tun auch nicht wirklich weh. 

Mittwoch

Das freundliche Wetter verzieht sich südwärts und sorgt für eine klare Besserung in Richtung Alpen. Ansonsten gilt: Der nächste Regen kommt und kann gebietsweise kräftig ausfallen. Auch der Wind legt mal wieder zu. Besonders auf den Bergen und an der See donnern wieder Sturmböen heran, mit denen die Schneefallgrenze bis auf 600 Meter sinkt. Die Temperaturen erreichen zwischen 5 Grad in Schleswig-Holstein und bis zu 12 Grad am Oberrhein.

Donnerstag

Es ist wieder deutlich kühler mit Tageshöchstwerten zwischen 3 Grad in der Eifel und 7 Grad in Berlin. Und dementsprechend mischen sich bis in die Tieflagen manchmal nasse Schneeflocken unter die Schauer, die unterdessen ab 400 Metern durchweg als Schnee niedergehen. Natürlich mit Glättegefahr. 

Freitag 

Es geht wechselhaft weiter. Schnee, Schneeregen oder Regen ziehen übers Land und die Wolken lassen der Sonne nur ab und zu Platz zum Durchkommen. Dabei ist es nasskalt bei 1 bis 7 Grad. Abgerundet wird das ungemütliche Bild von einem kühlen Wind, der auf den Bergen auch Sturmböen mit Schneeverwehungen bringen kann. Außerdem sind im Norden auch Graupelgewitter nicht auszuschließen. 

Wochenende              

Die Wettermodelle bieten uns derzeit noch viele Möglichkeiten an. Sowohl die kältere Variante mit Nachtfrost und Tageshöchstwerten zwischen 0 und 6 Grad ist dabei. Aber auch die mildere Version mit Spitzentemperaturen von 4 bis 10 Grad ist in der großen Wochenendlotterie. Sehr unwahrscheinlich sind die Extremvarianten, also "eiskalt" und "lauwarm". Dazwischen ist alles möglich.

Quelle: n-tv.de