Panorama

Razzia bei gewaltbereiter Gruppe Neonazis planten wohl neue Partei in Italien

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Die Polizei stellte auch etliche Waffen sicher.

(Foto: via REUTERS)

Die italienische Polizei durchsucht 19 Wohnungen verdächtiger Personen und findet dabei Waffen, faschistische Memorabilien und konkrete Pläne für die Gründung einer neuen Neonazi-Bewegung. Auch ein Mitglied der kalabrischen Mafia ist beteiligt - die mächtigste Organisation im weltweiten Drogenhandel.

Die Polizei in Italien hat konkrete Pläne für eine neue landesweite Neonazi-Bewegung entdeckt. Beamte hätten die Wohnungen von 19 Verdächtigen im mehreren italienischen Städten durchsucht und dabei Nazi- und faschistische Memorabilien sowie Feuerwaffen, Schlagringe und Messer sichergestellt, teilte die Polizei mit.

Die Verdächtigen teilten denselben ideologischen Fanatismus und arbeiteten an der Schaffung einer ausländerfeindlichen und antisemitischen Bewegung unter dem Namen "Nationalsozialistsche Arbeiterpartei Italiens", hieß es in der Mitteilung weiter. Die Verdächtigen haben den Angaben zufolge bereits ein Symbol und ein Programm für ihre Partei und nutzen soziale Medien zur Rekrutierung. Aus Kommunikationen innerhalb der Gruppe gehe auch hervor, dass die mutmaßlichen Neonazis Waffen und Bomben zur Verfügung hätten.

Unter den Verdächtigen soll sich demnach auch ein Mitglied der kalabrischen Mafia 'Ndrangheta befinden, die als die mächtigste kriminelle Organisation im weltweiten Drogenhandel gilt. Bei dem Mitglied handele es sich um einen ehemaligen Informanten der Polizei, der bereits der neofaschistischen Forza Nuova angehört hatte. Die Gruppe soll auch über internationale Kontakte verfügen.

Quelle: ntv.de, agr/dpa