Panorama

Minus 49 Grad nahe Tomsk Neue Temperaturrekorde in Sibirien

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Nahe Tomsk ereignete sich rekordverdächtiges - doch 250 Kilometer weiter südlich in Nowosibirsk war alles wie immer: Baden bei minus 33 Grad.

(Foto: imago images/ITAR-TASS)

Das vergangene Wochenende war ein Highlight für etliche russische Meteorologen. In Sibirien fielen die Temperaturen mancherorts so tief wie nie zuvor. Andere Orte meldeten Werte wie seit Jahrzehnten nicht.

Kalt, kälter, am kältesten: Im Süden und Westen Sibiriens haben Meteorologen neue Kälterekorde gemessen. Im Dorf Teguldet nahe der Großstadt Tomsk sei die Quecksilbersäule am Wochenende auf minus 49 Grad Celsius gesunken, sagte ein Wetterexperte der russischen Staatsagentur Tass.

"Westsibirien hat die Meteorologen tief beeindruckt." In Nowosibirsk wurden demnach zwischen minus 37 und minus 41 Grad gemessen. Frühere Rekorde in Sibiriens größter Stadt seien um 5 Grad getoppt worden.

In anderen Regionen sei es so kalt gewesen wie in den vergangenen 50 bis 100 Jahren nicht mehr, sagte der Sprecher. Nach Angaben der Behörden mussten viele Menschen mit Erfrierungen behandelt werden. Außerdem habe es zahlreiche Verkehrsunfälle und Flugausfälle gegeben.

Quelle: ntv.de, jwu/dpa