Großer OsterhasenabschussNeuseeland lässt Kaninchen abknallen

Hasen und Kaninchen sind für die Bauern im Süden Neuseelands eine große Plage. Jedes Osterwochenende rücken deshalb Jäger zur "Großen Osterhasenjagd" aus. Sie haben 24 Stunden, um so viele Tiere wie möglich zu erlegen.
Beim alljährlichen Osterhasenabschuss haben Farmer in Neuseeland tausende Kaninchen getötet. Die alljährlich stattfindende Jagd endete mit mehr als 8400 erlegten Tieren, sagte John Feron vom Veranstalter, dem Lions Club der Stadt Alexandra. Seefahrer führten sie im 19. Jahrhundert als Nahrungsquelle ein, seitdem haben sie sich so explosionsartig vermehrt, dass sie zur Plage geworden sind.
Die Tiere haben keine natürlichen Feinde und fressen ganze Felder kahl. Die Kaninchen fressen aber nicht nur Weide- und Farmland leer, sie unterhöhlen ganze Landstriche. Traktoren bleiben in eingestürzten Baus stecken, Schafzüchter geben zehntausende Euro im Jahr für Spezialzäune und Kaninchenjäger aus.
Jedes Jahr am Ostersamstag bekommen die Farmer rund um die 5.000 Einwohner-Stadt Alexandra Schützenhilfe. Zwei Dutzend schwerbewaffnete Teams brechen im Morgengrauen auf, um 24 Stunden lang so viele Kaninchen zu erlegen, wie sie können. Zu Fuß, auf Gelände-Motorrädern und Allrad-Jeeps. Der Termin der Treibjagd und ihr Name sind kein Zufall.
Die Jagd ("Easter Bunny Hunt") werde aber kaum eine nennenswerte Auswirkung auf die Kaninchenpopulation in der Region haben, sagte Feron. Der Jagdwettbewerb wird im Bezirk Central Otago für einen guten Zweck veranstaltet.