Panorama

"Wir waren gut vorbereitet" Niederlande trotzen dem Hochwasser

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Viele packen mit an: In Roermond wird der Kampf gegen das Hochwasser fortgesetzt.

(Foto: imago images/ANP)

Die Niederlande kämpfen weiter gegen das Hochwasser entlang der Maas. Auch hier hat die Flut große materielle Schäden angerichtet. Doch während Deutschland und Belgien schon zahlreiche Todesopfer beklagen, fällt das Ausmaß der Katastrophe im Nachbarland geringer aus.

Im Süden der Niederlande haben die Anwohner entlang der Maas mit Sandsäcken und Schutzmaßnahmen den Kampf gegen das Hochwasser fortgesetzt. Mit einem Absinken des Wassers wird in Roermond und in Venlo gerechnet, teilen die Behörden mit. Die Niederlande sind jedoch weniger stark betroffen, als Deutschland und Belgien: "Wir waren gut vorbereitet", sagt Stan van der Leeuw aus Roermond. "Ich glaube, dass wir schon eher daran gewöhnt sind." Die Niederlande hätten auch mehr Zeit gehabt: "In Deutschland und Belgien passierte es so plötzlich, dass sie einfach keine Zeit hatten, irgendetwas zu tun", so der 58-Jährige.

In Venlo an der Grenze zu Nordrhein-Westfalen war am Freitag ein Krankenhaus mit 200 Patienten vorsorglich evakuiert worden. In der Stadt und in umliegenden Orten wurden Tausende Menschen zum Verlassen ihrer Wohnungen aufgerufen. Zwar richteten die Fluten erhebliche materielle Schäden an, Berichte über Verletzte gab es aber nicht. Unterdessen riefen die Behörden Schaulustige auf, zu Hause zu bleiben, und drohten mit Bußgeldern. Wie die Stadt Venlo mitteilte, überwachte die Polizei auch aus der Luft die evakuierten Gebiete und die Deiche.

Weiter nördlich in Gennep wurde die erwartete Hochwassermenge inzwischen nach unten korrigiert. Die Flutwelle werde unter der des verheerenden Hochwassers von 1993 bleiben. So wie es jetzt aussehe, werde das Wasser innerhalb der Deiche bleiben, heißt es. Eine Schleuse an der aus dem Kreis Kleve einmündenden Niers sollte aber geschlossen werden. Nach dem Hochwasser 1993 waren in der Region entlang der Maas mit hohem Aufwand Deiche und Schutzbauten errichtet worden.

Quelle: ntv.de, can/AFP/dpa

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