Panorama

Prozess unter strenger Bewachung Nivel-Täter wegen Drogen erneut vor Gericht

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Christopher R. (rechts) neben seinem Verteidiger beim Prozess rund um den Gendarm Nivel.

(Foto: picture-alliance / dpa)

1998 ist Christopher R. einer der Männer, die den französischen Polizisten Daniel Nivel halb tot schlagen. Der Fall steht auch 21 Jahre später für die fürchterlichen Konsequenzen von Gewalt in und außerhalb von Fußballstadien. Nun ist der Hooligan wieder angeklagt.

Christopher R., einer der Hooligans, die 1998 den französischen Polizisten Daniel Nivel halb tot prügelten, steht demnächst in Berlin erneut vor Gericht. Der Mann soll zusammen mit sieben anderen Angeklagten einen umfangreichen Drogenhandel betrieben haben. Am Freitag beginnt der Prozess gegen die sechs Männer und zwei Frauen. Er soll mindestens bis April 2020 dauern, bis dahin soll es allein 42 Verhandlungstage geben. Die "Bild"-Zeitung hatte darüber berichtet.

Der Angeklagte war zur Tatzeit ab 2017 bereits Gefängnisinsasse. 2015 war er ebenfalls wegen Drogenhandels zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt worden. Ende 2017 befand R. sich dann im sogenannten offenen Vollzug, das heißt, er durfte das Gefängnis tagsüber verlassen, um zu arbeiten. In dieser Zeit soll er die jetzt angeklagten Taten verübt haben. Inzwischen sitzt er auch tagsüber wieder im Gefängnis.

Das Gericht sah Christopher R.  2015 als Mitglied einer hochkonspirativ agierenden Bande. Es ging um den Schmuggel von Chemikalien für die Herstellung von fast 300 Kilogramm Amphetamin. Der Prozess wurde streng bewacht, weil Angeklagte zum Teil zur Hooligan- und Rockerszene gehörten.

Bei dem Urteil von 2015 wirkten sich Vorbelastungen strafschärfend aus, wie das Gericht damals sagte. Der Mann gehörte 1998 bei der Fußball-Weltmeisterschaft zu jenen Hooligans, die den französischen Polizisten Nivel so schwer verletzten, dass er sechs Wochen im Koma lag. Nivel trug irreparable Hirnschäden davon. Er ist einseitig gelähmt und auf einem Auge blind. Das Sprechen fällt ihm schwer. Sechs Hooligans wurden zu mehrjährigen Gefängnisstrafen verurteilt.

Quelle: n-tv.de, agr/dpa

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