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Opfer lebten in Wohngruppe Paar soll jahrelang Kinder missbraucht haben

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Der festgenommene Mann soll in elf Fällen Kinder missbraucht haben

(Foto: picture alliance/dpa)

Schwere Vorwürfe gegen ein Ehepaar aus Niedersachsen: Als Betreuer einer Wohngruppe für hilfsbedürftige Menschen sollen sie Bewohnerinnen über Jahre sexuell missbraucht haben. Das Schlimmste daran: Die meisten Opfer sind zum Tatzeitpunkt minderjährig.

In einer Wohngruppe für hilfsbedürftige Menschen in Raum Gifhorn in Niedersachsen sollen Bewohnerinnen über Jahre hinweg sexuell missbraucht und misshandelt worden sein. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Hildesheim sitzt das Ehepaar, das die Wohngruppe betreute, wegen der Vorwürfe in Untersuchungshaft.

"Als Hauptverdächtiger gilt der beschuldigte Ehemann", sagte Oberstaatsanwalt Christian Gottfriedsen der "Kieler Zeitung". Der Mann soll in elf Fällen Kinder missbraucht haben. Seiner Frau werde zur Last gelegt, sich in einem Fall an den Misshandlungen beteiligt zu haben und in den anderen Fällen gegen die Übergriffe – begangen durch ihren Mann – nichts unternommen zu haben.

Die Ermittlungen wurden nach Angaben der Polizei im Januar durch die Anzeige einer ehemaligen Bewohnerin der Wohngruppe ausgelöst. Bei Durchsuchungen fanden sich demnach Beweismittel wie Datenträger, die den Verdacht untermauern. Das Ehepaar leitete die Wohngruppe seit etwa 25 Jahren. Die Polizei richtete eine Sonderkommission ein. Sie soll alle früheren Bewohner der Gruppe identifizieren und befragen.

Es sei nicht auszuschließen, dass die Ermittlungen Hinweise auf weitere Verbrechen zu Tage förderten, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Die aktuell im Raum stehenden Taten ereigneten sich demnach von 1998 bis 2007. Bei den Durchsuchungen wurden Speichermedien mit einem Volumen von mehr als 90 Terabyte beschlagnahmt. Die Auswertung aller Beweismittel werde voraussichtlich Monate dauern, hieß es weiter.

Weitere Einzelheiten teilten die Ermittler zunächst nicht mit. Dabei verwiesen sie zur Begründung auch auf das Alter der mutmaßlichen Opfer. Sie seien zur Tatzeit überwiegend noch im Kindesalter gewesen.

Quelle: n-tv.de, hny/AFP

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