Panorama

Ein Tier gestorben Polizei auf Zebra-Jagd in Dresden

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Tierschützer sind sich einig, dass Zebras nicht in den Zirkus gehören.

(Foto: imago/ZUMA Press)

In Dresden gastiert gerade ein Weihnachtszirkus, zu dem auch Zebras gehören. Vier der eigentlich in Afrika beheimateten Tiere sind bei einer Probe entwischt. Nicht alle von ihnen haben den Ausflug überlebt.

Passanten staunten nicht schlecht, als an der Elbe plötzlich mehrere Zebras auftauchten. Ein Mitglied des sächsischen Landtags, Valentin Lippmann, twitterte: "Am sächsischen Landtag in Dresden rannten gerade zwei entflohene Zebras vorbei." Insgesamt waren vier der Tiere aus einem in der Nähe gastierenden Weihnachtszirkus entkommen.

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Die Polizei verfolgte die Zebras mit Streifenwagen entlang des Elbufers. Drei konnten nach eineinhalb Stunden zurück in den Zirkus gebracht werden. Das vierte Tier überlebte den Stress nicht und starb offenbar an Herzversagen.

Wie die Beamten erklärten, ging von den Tieren selbst "keine Gefahr aus, aber es galt, Schaden im Straßenverkehr zu vermeiden". Die Schwierigkeit für die Kollegen habe darin bestanden, dass die Zebras nicht im Quartett galoppierten. Bei der Aktion wurde ein Polizist verletzt, als eins der Tiere nach ihm trat.

"Tierschutzwidrige Veranstaltungen"

Tierschützer versuchen immer wieder, ein Verbot von Zirkustieren zu erwirken. So übt die Tierrechtsorganisation PETA derzeit gerade wieder heftig Kritik an einem in Offenburg gastierenden Weihnachtszirkus. Es handele sich um eine "tierschutzwidrige Veranstaltung", bei der exotische Wildtiere wie Löwen, Tiger, Elefanten, Seelöwen und Zebras zu unnatürlichen "Kunststücken" gezwungen würden, heißt es.

"Für die Tiere im Zirkus ist Weihnachten kein Fest. Sie zahlen einen hohen Preis für das kurze, zweifelhafte Vergnügen der Zirkusbesucher", so Yvonne Würz, Fachreferentin für Tiere in der Unterhaltungsbranche bei PETA: "Offenburg sollte der Tierquälerei endlich einen Riegel vorschieben und verantwortungsvoll handeln, denn Zirkusse mit Wildtieren sind auch eine erhebliche Gefahr für Zuschauer und Anwohner."

Quelle: n-tv.de, nan

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