Mutter in Sorge, Kinder in AngstPolizei befördert Fledermaus aus Schlafzimmer

In oberbayerischen Prien ruft eine Frau die Polizei wegen eines ungebetenen Gastes zur Hilfe: Eine Fledermaus flattert durchs Haus und macht den Kindern Angst. Die Einsatzkräfte können helfen.
Eine Fledermaus hat sich in Oberbayern in ein Schlafzimmer verirrt - und damit einen Polizeieinsatz ausgelöst. Gegen Mittag habe sich "eine verzweifelte Mutter" aus Prien bei der Integrierten Leitstelle für Rettungsdienst und Feuerwehr (ILS) gemeldet und berichtet, dass ihre Kinder Angst vor dem Tier hätten, so die Polizei. Sie selbst traue sich aber nicht, die Fledermaus aus der Wohnung zu entfernen.
Daher bat die Frau um Hilfe. Eine Streifenbesatzung fuhr dann zu der Familie und kümmerte sich. Dann ging alles schnell: "Die kleine Fledermaus ließ sich problemlos und sanft von den Beamten einfangen." Dann wurde sie nach draußen in die Freiheit gebracht. "Das Tierchen verabschiedete sich dann mit einem leisen Pfeifen von den Beamten bevor es hinter einem Ast verschwand", schrieb die Polizei weiter.
Dass Fledermäuse versehentlich in Wohnungen flattern, ist laut Nabu nicht ungewöhnlich - kommt demnach aber eher im Spätsommer vor, wenn unerfahrene Jungtiere auf dem Weg in ihre Winterquartiere auf der Suche nach einem Versteck sind. Teils kämen dann größere Gruppen von Zwergfledermäusen durch geöffnete oder gekippte Fenster, heißt es vom Landesfachausschuss Fledermaus NRW. Grund zur Panik besteht demnach nicht, die Tiere seien harmlos.
Die Empfehlung der Naturschützer: Licht löschen und abends Fenster und Türen weit öffnen. Normalerweise finden die Fledermäuse dann alleine wieder hinaus. Befinden sich gleich mehrere Tiere in der Wohnung, sollte man sicherheitshalber auch mögliche Verstecke absuchen. Wer eine Fledermaus anfassen muss, sollte aber Handschuhe anziehen, ängstliche Exemplare können nämlich durchaus auch zubeißen.