Panorama

Schlag gegen die Camorra Polizei nimmt etliche Mafia-Verdächtige fest

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Mehr als 80 Menschen nahm die Polizei in Untersuchungshaft.

(Foto: picture alliance/dpa)

Mit einem Großeinsatz nimmt die italienische Polizei Clans der Camorra ins Visier. Bei mehreren Razzien gehen den Beamten mehr als 100 mutmaßliche Mafia-Mitglieder ins Netz. Zudem beschlagnahmen die Ermittler Objekte im Wert von 130 Millionen Euro. Innenminister Salvini spricht von einem "harten Schlag".

In einer groß angelegten Aktion gegen die Mafia hat die italienische Polizei mehr als 100 Verdächtige festgesetzt. 89 Personen seien in Untersuchungshaft gekommen und 36 unter Hausarrest gestellt worden, erklärte die Polizei. Eine weitere Person darf sich zukünftig nicht mehr in der Region Kampanien aufhalten. Die Zugriffe erfolgten demnach in der Provinz Neapel, aber auch andernorts in Italien und im Ausland. 

Die Verdächtigen sollen Clans der neapolitanischen Mafia-Organisation Camorra angehören. Vorgeworfen werde ihnen Drogenhandel, Erpressung, Wucher, Geldwäsche und weitere "schwerwiegende Straftaten". Es seien Besitztümer in einem Gesamtwert von etwa 130 Millionen Euro beschlagnahmt worden. Innenminister Matteo Salvini sprach von einem "sehr harten Schlag" gegen die sogenannte Allianz von Secondigliano.

In Italien sind mehrere Mafia-Organisationen beheimatet, die aber längst auch in anderen Ländern wie in Deutschland aktiv sind. Die kalabrische 'Ndrangheta gilt als bedeutendste Organisation im internationalen Drogenhandel in Südamerika und Europa. Die Camorra ist in Neapel und der Region Kampanien beheimatet, aber auch in zahlreichen europäischen Staaten und den USA aktiv. Ihre Geschäfte reichen von internationalem Drogenhandel über Giftmüllverschiebungen und Glücksspiel bis hin zur Produktion gefälschter Geldscheine.

Quelle: ntv.de, jpe/dpa