Panorama

Fahrerflucht auf der Reeperbahn Polizei stoppt Unfallfahrer mit Schuss

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Der betrunkene Unfallfahrer wurde auf die Davidwache gebracht.

(Foto: imago/Westend61)

Ein gemieteter Smart rast nachts die Hamburger Reeperbahn entlang, fährt über Rot und erfasst einen Fußgänger. Ein Polizist muss zur Waffe greifen, um den Fahrer zu stoppen. Der Einsatz endet auf der Davidwache, die Ermittlungen laufen - auch gegen das Unfallopfer.

Ein betrunkener Autofahrer hat in der Nacht zum Samstag einen Fußgänger auf der Hamburger Reeperbahn erfasst und ist anschließend geflüchtet. Der Fußgänger hatte bei Grün die Ampel überquert, wie die Polizei mitteilte. Er wurde auf die Motorhaube und gegen die Windschutzscheibe des Autos geschleudert, das in Richtung Königstraße unterwegs war. Der 28-jährige Autofahrer fuhr anschließend mit zersplitterter Frontscheibe weiter, statt sich um den Verletzten zu kümmern.

Ein Polizist, der den Unfall gesehen hatte, versuchte daraufhin, den Fahrer zu stoppen, als dieser verkehrsbedingt bremsen musste. Der Fahrer setzte jedoch ein Stück zurück und fuhr dann mit durchdrehenden Reifen auf den Beamten zu. Der Polizist gab einen Schuss auf den rechten Vorderreifen des von einer Car-Sharing-Firma geliehenen Smart ab. Der 28-Jährige konnte so auf Höhe des Beatles-Platzes gestoppt werden.

Laut "Hamburger Morgenpost" stürmten mehrere Polizisten mit gezogenen Waffen auf den Smart zu und zerrten den Fahrer aus dem Fahrzeug. Anschließend sei er auf die Davidwache gebracht worden.

Der Polizei zufolge ergab ein freiwilliger Alkoholtest einen Wert von 1,74 Promille. Außerdem hatte der Mann Marihuana dabei. Auto und Führerschein wurden sichergestellt. Auch bei dem 41-jährigen Fußgänger, der ins Krankenhaus kam, stellte die Polizei einen Blutalkoholspiegel von 1,78 Promille fest. Auch er hatte zudem Marihuana in der Tasche, weshalb es auch gegen ihn eine Strafanzeige gibt. Die Ermittlungen dauern an.

Quelle: ntv.de, fhe/dpa