Überraschung in BrisbanePolizisten finden Koala-Baby im Rucksack
Eine volle Ladung Niedlichkeit überwältigt Polizisten im australischen Brisbane bei einer Routinekontrolle. Als die Beamten einen Stoffrucksack öffnen, finden sie einen kleinen Koala. Eine Festnahme gibt es trotzdem.
"Irgendwann ist immer das erste Mal", heißt es in einer Mitteilung der Polizei von Queensland in Australien. Am Montagabend trauten die Kollegen in Brisbane ihren Augen kaum: Als die Beamten eine bereits polizeibekannte Frau kontrollierten und zur Wache bringen wollten, überreichte diese ihnen einen Rucksack, in dem ein kleiner Koala saß. Die 50-Jährige gab an, das Tier auf der Straße gefunden zu haben und sich darum zu kümmern.
Die Niedlichkeit eines Koala-Babys ist selbstredend verführerisch, doch unterliegen die Wildtiere dem Queensland Naturschutzgesetz und dürfen nicht als Haustiere gehalten werden. Gemäß den Vorschriften des Department for Environment and Heritage sind Australiens Bürger verpflichtet, ein gefundenes Tier innerhalb von 72 Stunden den Behörden zu übergeben.
Der Koala in Brisbane wurde einer Tierambulanz übergeben und unter anderem auf innere Verletzungen untersucht. Allerdings erlagen auch die Beamten sehr schnell dem Puschelohren-Charme: Der Kleine hat nun einen Namen, und es wurden auch ein paar Fotos gemacht. Alfred ist geschätzt sechs Monate alt, wiegt 1,5 Kilogramm und ist ein bisschen dehydriert, heißt es weiter. Als nächstes werde sich ein professioneller Pfleger um ihn kümmern, zitiert der Polizeibericht einen Sprecher der Tierambulanz.
Besagter Pfleger hat sich auch schon auf der Facebook-Seite der Queensland Police gemeldet. Demnach sei Alfred trotz aller Strapazen des Tages erstaunlich wohlauf und kaue vergnügt Eukalyptusblätter.