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Anklage wegen versuchten Mordes Polizistinnen sollen Kollegen vergiftet haben

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Die Ehefrau des Opfers hat die Tat teilweise gestanden. (Symbolbild)

(Foto: dpa)

Zwei Polizistinnen verabreichen einem Kollegen, der gleichzeitig der Ehemann von einer der beiden ist, eine Überdosis Medikamente - offenbar wegen Problemen in der Ehe. Doch der 52-Jährige überlebt. Nun erhebt die Staatsanwaltschaft Anklage wegen versuchten Mordes.

Zwei Polizistinnen in Tübingen sind wegen versuchten Mordes an einem Kollegen angeklagt worden. Die Frauen im Alter von 40 und 42 Jahren sollen versucht haben, den Ehemann der 40-Jährigen mit einer Überdosis Medikamente zu vergiften. Das teilte die Staatsanwaltschaft mit. Der 52-Jährige, der ebenfalls Polizeibeamter ist, wurde jedoch nach der mutmaßlichen Tat mit Vergiftungserscheinungen rechtzeitig in eine Klinik eingeliefert - und überlebte.

Die Ehefrau des Vergifteten räumte die Geschehnisse zum Teil ein. Die 42-jährige Mitangeklagte äußerte sich dagegen noch nicht zu der mutmaßlichen Tat im Februar. Die Staatsanwaltschaft hält die Mordmerkmale der niedrigen Beweggründe, der Heimtücke und der Grausamkeit für gegeben. Beide Frauen befinden sich in Untersuchungshaft.

Nach Angaben des Tübinger Landgerichts sollen Eheprobleme das Tatmotiv gewesen sein. Das Schwurgericht prüft noch die Eröffnung eines Hauptverfahrens. Dieses könnte nach Gerichtsangaben im Herbst beginnen.

Quelle: n-tv.de, ftü/AFP

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