Panorama

Vulkan nahe Mexico-City Popocatépetl spuckt Rauch und Asche

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Feuerberg zwischen Puebla und Mexiko-Stadt: Der Name Popocatépetl" stammt aus der Nahuatl-Spreche und heißt übersetzt "rauchender Berg" (Archivbild).

(Foto: picture alliance / Carlos Pachec)

Ein mächtiger Feuerberg im Südosten der mexikanischen Hauptstadt sendet beunruhigende Signale aus: Aus den Kratern des 5400 Meter hohen Vulkans Popocatépetl steigen Dampf-, Gas- und Aschewolken auf. Im Westen Mexikos nähert sich ein Tropensturm.

Der Vulkan Popocatépetl hat eine Aschewolke ausgespuckt, die bis nach Mexiko-Stadt gezogen ist. In der mexikanischen Hauptstadt sei am Wochenende in einigen Stadtteilen Asche niedergerieselt, teilte der Leiter des Zivilschutzes der Stadt, Fausto Lugo, mit. Eine Gefahr für Menschen bestehe jedoch nicht, hieß es. Die Behörden empfahlen, Nase und Mund zu schützen, Haustiere nicht nach draußen zu lassen und Aktivitäten im Freien einzuschränken.

Im Inneren des Vulkans rumort es: Allein am Freitag und Samstagvormittag kam es zu 183 Ausstößen von Wasserdampf, Gas- und Aschewolken, wie die nationale Behörde zur Katastrophenprävention (Cenapred) mitteilte. Dass der Vulkan noch immer aktiv ist, ist für die Bewohner der Region nicht zu übersehen.

Rauch- und Aschewolken über dem Gipfel des Popocatépetl sind keine Seltenheit. Der mexikanische Katastrophenschutz rief die Bevölkerung auf, wachsam zu bleiben. Der Popocatépetl liegt rund 70 Kilometer südöstlich der Hauptstadt an der Grenze der Bundesstaaten México, Puebla und Morelos.

Der Vulkan ist derzeit mehr als 5400 Meter hoch. Rund um den Popocatépetl gilt eine Sperrzone von zwölf Kilometern. In einem Umkreis von 100 Kilometern leben rund 25 Millionen Menschen. Verstärkte Aktivitäten zeigte der riesige Feuerberg zuletzt im Sommer 2016, als über der mexikanischen Hauptstadt ein Ascheregen niederging.

Hurrikan "Rosa" im Anmarsch

Die Asche des Vulkans ist derzeit nicht die Hauptsorge der mexikanischen Behörden: Der Zivilschutz bereitet sich derzeit auf die Ankunft des herannahenden Hurrikans "Rosa" vor.

Der Tropensturm der Kategorie 2 dürfte den Vorhersagen der Meteorologen spätestens zu Wochenbeginn die Pazifikküste im Nordwesten Mexikos erreichen. In der Region sei mit Starkwind und ergiebigen Regenfällen zu rechnen, hieß es.

Quelle: ntv.de, mmo/dpa