Panorama
(Foto: imago/Eibner Europa)
Samstag, 10. Februar 2018

Bitcoins per Superrechner : Russische Ingenieure festgenommen

Bitcoins schürfen per Supercomputer? Klingt vielversprechend, finden Mitabeiter eines russischen Kernforschungszentrums. Bevor sie den Rechner ihres Arbeitgebers kapern können, fliegen ihre Pläne allerdings auf.

Mehrere Ingenieure eines wichtigen russischen Kernforschungszentrums sind festgenommen worden, weil sie mit den dortigen Computern die Kryptowährung Bitcoin generieren wollten. Die Mitarbeiter des Kernforschungszentrums in der Stadt Sarow seien "rechtzeitig gestoppt worden", sagte eine Sprecherin der Forschungseinrichtung der Nachrichtenagentur Interfax. Gegen die Verdächtigen seien ihres Wissens Strafverfahren eingeleitet worden. Um wie viele Mitarbeiter es sich handelt, sagte die Sprecherin nicht.

In dem Kernforschungszentrum wird insbesondere an der Entwicklung von Atomwaffen gearbeitet, der Zugang ist streng limitiert. Im Jahr 2011 wurde dort ein Supercomputer installiert, nach Angaben des russischen Fernsehens damals einer der zwölf leistungsstärksten Rechner weltweit.

Die Kryptowährung Bitcoin wird durch komplexe Rechenoperationen erschaffen, "Mining" genannt. Je leistungsstärker die Computer sind, desto schneller lässt sich das virtuelle Zahlungsmittel schürfen.

Der Bitcoin hat in den vergangenen Wochen eine Berg- und Talfahrt hingelegt. Der Höhenflug der Digitalwährung hatte Ende 2017 immer neue Anleger gelockt. Vor sechs Wochen war der Spitzenwert von fast 20.000 Dollar (16.000 Euro) erreicht. Danach war sie allerdings auf unter 7000 Euro abgerutscht.

Quelle: n-tv.de