Panorama

Frankreich setzt auf SicherheitSamoa begrüßt das neue Jahr

31.12.2012, 11:41 Uhr
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(Foto: dpa)

Einst waren sie die Letzten, jetzt sind sie die Ersten: Samoa hat als erste Region der Welt das neue Jahr eingeläutet. In 24 Stunden sind die Menschen auf Hawaii die letzten. Irgendwo dazwischen feiert auch Deutschland.

Das Jahr 2013 ist da - zumindest für die Einwohner einiger Pazifikinseln und Neuseelands. Um 11.00 Uhr deutscher Zeit begann auf Samoa und den Linie-Inseln im Pazifik als erstes das neue Jahr. Eine Stunde später war Neuseeland dran. Lange bevor auch in Deutschland die Silvesterraketen in den Himmel geschossen werden, begrüßen die Menschen auch in Australien, Japan oder Russland das Jahr 2013. Das Schlusslicht bildet Hawaii, wo es erst am deutschen Neujahrstag um 11.00 Uhr heißt: Happy New Year.

In Apia, der Hauptstadt von Samoa, war es beim Jahreswechsel mit mehr als 25 Grad dagegen schön warm. Samoa hatte im vergangenen Jahr Zeitgeschichte geschrieben. Die Bewohner gehörten zuvor zu den letzten, die das neue Jahr begrüßten. Am 29. Dezember 2011 sprangen sie aber virtuell über die Datumsgrenze im Pazifik, indem sie die Uhren 24 Stunden vorstellten.

Damit ihre Eltern schon vor Mitternacht ins Bett können, richteten die Städte Wellington und Christchurch in Neuseeland eine vorgezogene Silvesterparty für Kinder aus. In Auckland waren ein Feuerwerk über dem höchsten Gebäude des Landes, dem Sky Tower, und ein 18-stündiges Musikfestival in der Innenstadt die Hauptattraktion.

Anderswo laufen noch die Vorbereitungen auf die Silvesterpartys, zu denen mehrere Millionen Besucher erwartet werden. Um 14.00 Uhr MEZ ist das Feuerwerk vor dem Operngebäude in Sydney ein Hingucker. In Australiens größter Stadt versammelten sich bereits rund eine Million Zuschauer. Mehr als sieben Tonnen Feuerwerk sollen um Mitternacht im Hafen hochgeschossen werden.

Frankreich um Sicherheit besorgt

In Indien fallen dagegen viele Silvesterpartys aus: Überschattet vom Tod des 23 Jahre alten Vergewaltigungsopfers haben mehrere Discos in Neu Delhi ihre traditionellen Partys abgesagt. In den vergangenen Tagen waren Tausende Inder zu Protesten auf die Straße gegangen, nachdem die Frau von mehreren Männern geschlagen und vergewaltigt worden war.

Deutschlands größte Silvesterparty steigt am Brandenburger Tor in Berlin. Auf die Partymeile an der Straße des 17. Juni strömen am Silvestertag voraussichtlich bis zu eine Million Besucher. Um Mitternacht wird das Jahr 2013 mit einem elfminütigen Feuerwerk willkommen geheißen. Rund 6000 Raketen werden den Himmel über der Party erleuchten. Bei Temperaturen um die 5 Grad werden die Besucher allerdings frösteln.

In Frankreich sollen mit einem Großaufgebot an Polizisten und Rettungskräften Ausschreitungen in der Silvesternacht verhindert werden. Landesweit seien 65.000 Polizisten, Feuerwehrleute und Sanitäter im Einsatz, sagte Innenminister Manuel Valls dem Sender RTL. Die sozialistische Regierung befürchtet unter anderem, dass wie in den Vorjahren bei Randalen zum Jahreswechsel hunderte Autos in Brand gesetzt werden. Solche Taten seien "eine unerträgliche Form der Gewalt gegen Sachgüter", die nicht verharmlost werden dürfe, sagte Valls.

Im rumänischen Dorf Ruginoasa verhinderte die Polizei unterdessen einen gewalttätigen Neujahrsbrauch. Das berichtete die Nachrichtenagentur Mediafax. Traditionell ziehen dort am Morgen des 31. Dezember junge Männer mit Pelzmasken in zwei Gruppen durch das Dorf und prügeln mit Stöcken aufeinander ein. Immer wieder gab es dabei Schwerverletzte. Deswegen trennte diesmal ein Polizeikordon die beiden Gruppen, so dass sich die Maskierten mit Tanzen und Lärmen begnügen mussten.

Quelle: ntv.de, dpa