Panorama

Großeinsatz in den Niederlanden Schießerei in Amsterdam, Täter auf der Flucht

In Amsterdam fallen am Abend unweit des Stadtzentrums Schüsse. Die Polizei sperrt den Tatort großräumig ab, geht aber nicht von einem Terroranschlag aus. Stattdessen vermutet sie einen Racheakt.

Bei einer Schießerei ist am Freitagabend im Zentrum von Amsterdam ein Mensch getötet worden. Zwei Verletzte - ein Mann und eine Frau - seien ins Krankenhaus gebracht worden, teilte die niederländische Polizei mit. Einen terroristischen Hintergrund schloss die Polizei aus. Sie leitete eine Großfahndung nach dem Täter ein.

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(Foto: n-tv.de / stepmap.de)

Nach den Schüssen breitete sich Panik in den Straßen der niederländischen Metropole aus, die stark von Touristen frequentiert wird. Schockierte Anwohner und Passanten waren in Tränen aufgelöst, als sie bemerkten, was geschehen war, während sie sich auf den Weg in die Kneipen der Stadt machten. Die Polizei riegelte die Umgebung des Tatorts um die Grote Wittenburgerstraat im Osten des Stadtzentrums ab, vernahm Zeugen und sicherte Spuren.

Polizeisprecher Leo Dortland sagte, es handele sich "eindeutig nicht um ein Attentat, sondern um einen kriminellen Vorfall". Eine Großfahndung nach "dem oder den Tätern" sei eingeleitet worden.

Zwei vermummte Täter?

Niederländische Medien berichteten, Zeugen hätten mehrere Schüsse aus einer automatischen Waffe gehört und zwei vermummte Männer flüchten sehen. Nach Angaben des Polizeisprechers gehen die Ermittler der These eines Racheaktes nach und prüfen, ob ein Zusammenhang zu einer Straftat vor gut zwei Monaten in der Nähe des jetzigen Tatorts besteht.

Angaben zur Identität des Opfers wollte die Polizei nicht machen. Laut Medienberichten handelte es sich um einen 17-Jährigen marokkanischer Herkunft. Demnach wurde er in der Nähe eines Kinderspielplatzes erschossen, vor einem Stadtteilzentrum, in dem Jugendliche an Kochkursen teilnahmen und Kickboxen trainierten.

Quelle: ntv.de, mmo/AFP