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Panne auf Ölplattform von Shell Schottland verlangt Transparenz

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Die Ölplattform "Gannet Alpa".

picture alliance / dpa

Tagelang erfährt die Öffentlichkeit nichts von dem Leck an der Ölplattform "Gannet Alpha". Nur zögernd gibt der Eigentümer Shell zu, dass Öl in die Nordsee fließt. Die schottische Regierung fordert nun eine Untersuchung des Vorfalls und mehr Transparenz beim Umgang mit Unfällen.

Nach dem Ölunfall vor Großbritannien hat die schottische Regionalregierung eine bessere Informationspolitik für künftige Zwischenfälle gefordert. Schottische Minister riefen die Regierung in London auf, den Vorfall um das Leck an einer Ölplattform des Konzerns Shell in der Nordsee genau zu untersuchen, berichtete die BBC. Dabei müsse auch betrachtet werden, ob Shell zu lange wichtige Informationen zurückgehalten hat. Der britisch-niederländische Konzern war in die Kritik geraten, weil er die Vorfälle tagelang nicht öffentlich gemacht haben soll.

Mehr als eine Woche nachdem das Leck an der Shell-Plattform "Gannet Alpha" rund 180 Kilometer vor der schottischen Küste entdeckt worden war, sieht es weiterhin so aus, als ob kein Öl mehr in die Nordsee fließt.

Shell hatte am Freitag ein Ventil geschlossen und damit den Fluss gestoppt, jedoch betont, man müsse nun erst abwarten, ob das Leck unter Kontrolle bleibe. Zudem lag in einem Rohr weiteres Öl, das herausgeholt werden musste. Dabei könnte es sich um schätzungsweise bis zu mehr als 600 Tonnen halten. Bislang sollen mehr als 200 Tonnen ausgelaufen sein.

Ein Risiko bleibt

Der schottische Umweltminister Richard Lochhead forderte für die Zukunft mehr Transparenz im Umgang mit ähnlichen Vorfällen. Er betonte, wie wichtig die Öl- und Gasindustrie für Schottland sei, sagte aber auch, dass mehr Offenheit herrschen müsse.

Die Vogelschutz-Organisation RSPB warnte vor neuen Projekten zur Öl- und Gasförderung in der Nordsee. Die derzeitigen Pläne könnten einzigartige Kolonien seltener Seevögel in Gefahr bringen, hieß es von der Organisation. Egal, wie vorsichtig Bohrungen seien und wie sehr auf die Umweltbedingungen geachtet werde, gebe es immer ein großes Risiko für Unfälle.

Quelle: n-tv.de, dpa

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23.04.09