Panorama

Erstes Unternehmen nutzt Hype Schröders senden Curry-Pommes-Grüße

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Schröder beim Hoffest der SPD 2005: Das obligatorische Currypulver durfte schon damals nicht fehlen.

(Foto: picture-alliance/ dpa/dpaweb)

Altkanzler Gerhard Schröder und seine Frau Soyeon stehen zu ihrer Currywurst. Erst setzen sie sich online für sie ein, als sie hören, in einer Kantine von VW solle es den "Kraftriegel" bald nicht mehr geben. Nun teilt Frau Schröder-Kim ein Bild vom Wurst-Verzehr in einem Lokal, dem Schröder schon Jahrzehnte treu ist.

Alt-Bundeskanzler Gerhard Schröder und seine Frau Soyeon Schröder-Kim legen nach im verbalen Scharmützel um die Abschaffung der Currywurst in einer der VW-Werkskantinen. "Wir gehen gerne zu Konnopke, Curry 36 und Bier's Kudamm 195", schrieb die Koreanerin nun in einem Beitrag auf der sozialen Plattform Instagram und verwies auf die Berliner Treffpunkte. Dazu ist das Ehepaar beim Verzehr von Wurst und Pommes zu sehen. Die goldfarbene Currywurst-Bude von Konnopke´s in Berlin ist auf dem Bild zu erkennen. "Natürlich mit einer Flasche Bier", schreibt Soyeon weiter.

Auch in Hannover gebe es gute Kost: "Mein Mann als Rechtsanwalt und Ministerpräsident war Stammgast bei 'Plümecke' in Hannover. Natürlich mit guter Currywurst!", schrieb Schröder-Kim. Aufgehübscht ist der Beitrag, der wie eine wohl ausbalancierte Mischung von politischem Statement, Ausflugsbild und Gastrowerbung wirkt, mit einem Currywurst- sowie einem Bier-Emoji.

Unterdessen hat nun auch das erste Unternehmen die Currywurst-Power, die hinter den Beiträgen des Altkanzler und seiner Frau steckt, entdeckt. So empfahl das Unternehmen Rügenwalder Mühle Schröder via Twitter eine vegane Wurst des Unternehmens und nutzte den Hashtag "#rettetdieCurrywurst".

Dabei hatte der Altkanzler in seinem LinkedIn-Beitrag, der die Currywurst-Debatte angefeuert hatte, mit eben jenem Hashtag ja eigentlich für die Currywurst in der Fleischvariante geworben beziehungsweise gegen Pläne des Unternehmens Volkswagen, nach denen das Betriebsrestaurant im Markenhochhaus von VW nach dem Werksurlaub fleischfrei werden soll.

Schröder, der niedersächsischer Ministerpräsident von 1990 bis 1998 und Vertreter des Landes im Aufsichtsrat von VW war, hatte seien Beitrag begonnen mit den kraftstrotzenden Worten "Wenn ich noch im Aufsichtsrat von VW säße, hätte es so etwas nicht gegeben" und die lukullische Kombination Currywurst mit Pommes dann als "Kraftriegel der Facharbeiterin und des Facharbeiters in der Produktion" bezeichnet. Das solle so bleiben.

Es folgte viel Zuspruch, viel Kritik. Auch wurde darüber diskutiert, dass von einer Totalabschaffung der Currywurst im größten Autokonzern Europas eigentlich keine Rede sein kann. VW hatte intern erklärt, dass das Betriebsrestaurant im Markenhochhaus der Zentrale nach dem Werksurlaub Ende August fleischfrei sein soll. Viele andere Betriebsrestaurants und Kantinen bieten aber weiterhin Essen mit Fleisch an.

Quelle: ntv.de, mpe/dpa

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