Panorama

Feuergefecht in Philadelphia Schütze verletzt sechs Polizisten

Wegen "Drogen-Aktivitäten" wird die Polizei in einen nördlichen Teil der US-Stadt Philadelphia gerufen. Während des Einsatzes eröffnet ein Mann plötzlich das Feuer auf mehrere Beamte und verletzt sechs von ihnen. Erst nach einer stundenlangen Belagerung können Einsatzkräfte den Schützen festnehmen.

In der US-Stadt Philadelphia hat ein bewaffneter Mann das Feuer eröffnet und sechs Polizisten angeschossen. Der Schütze, der sich in einem Haus verschanzt hatte, gab erst Stunden später auf und wurde am späten Mittwochabend (Ortszeit) festgenommen. Die angeschossenen Beamten seien zunächst in Krankenhäuser eingeliefert worden, teilte die Polizei mit. Den Angaben zufolge erlitten sie keine lebensbedrohlichen Verletzungen und wurden nach kurzer Behandlung wieder entlassen. Weitere drei Beamte verletzten sich, als sie vor dem Kugelhagel in Deckung gingen.

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Der Sender CBS News berichtete unter Berufung auf einen Polizeivertreter, die Beamten seien zunächst wegen "Drogen-Aktivitäten" in den nördlichen Stadtteil Nicetown-Tioga gerufen worden. Dann habe die Schießerei begonnen. Zwei Beamte, die sich während des Feuergefechts noch im Haus befanden, wurden von Einsatzkräften befreit. Fernsehbilder zeigten, wie der polizeibekannte Mann in der Nacht aufgab und mit erhobenen Händen aus dem Haus kam.

Die Polizei war mit Dutzenden Beamten vor Ort, darunter auch schwer bewaffnete Spezialkräfte in Schutzkleidung. Das Gelände wurde weiträumig abgeriegelt. Menschen wurden über Twitter davor gewarnt, sich dem Tatort zu nähern. Eine Anwohnerin sagte dem Sender 6ABC, sie habe mindestens 100 Schüsse gehört. Das Weiße Haus teilte mit, Präsident Donald Trump sei unterrichtet worden und beobachte die Situation.

Philadelphias Bürgermeister Jim Kenney würdigte den Einsatz der Polizei, forderte aber zugleich ein strengeres Waffenrecht. Die Regierung unternehme nichts, um Waffen von den Straßen wegzubekommen. "Unsere Polizisten verdienen es, geschützt zu werden, und sie verdienen es nicht, stundenlang von einem Kerl mit endloser Munition beschossen zu werden", sagte Kenney. "Es ist empörend. Wir müssen etwas unternehmen."

Quelle: n-tv.de, jpe/dpa/AFP