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Mindestens 119 Tote Schweres Erdbeben erschüttert Mexiko

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Die Erdstöße des Bebens sind in Mexiko-Stadt deutlich zu spüren.

(Foto: imago/Agencia EFE)

Mexiko wird erneut von einem starken Erdbeben erschüttert. Diesmal trifft es auch die 20-Millionen-Metropole Mexiko-Stadt. Häuser stürzen ein, Menschen sterben. Die Zahl der Todesopfer steigt und steigt.

Verzweifelte Menschen, eingestürzte Gebäude, Rauchschwaden und Staubwolken über der Millionenmetropole Mexiko-Stadt: Mindestens 119 Menschen sind bei einem Erdbeben der Stärke 7,1 am Dienstag in Mexiko getötet worden. Das berichtet der TV-Sender Televisa unter Verweis auf vorläufige Behördenzahlen. Nach Angaben des Seismologischen Instituts lag das Zentrum bei Axochiapan, rund 120 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Mexikos, die eine der größten Städte der Welt ist. Wegen der Stärke werden noch viele weitere Opfer in Mexiko befürchtet. Dem Elektrizitätsunternehmen CFE zufolge sind mindestens 3,8 Millionen Menschen ohne Strom.

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Es wurden Erinnerungen an das Erdbeben auf den Tag genau vor 32 Jahren wach: Damals wurden rund 10.000 Menschen getötet. Innenminister Miguel Osorio Chong teilte mit: "Es gibt Berichte über Schäden an diversen Gebäuden."

Gebäude schwankten, Menschen schrien

US-Präsident Donald Trump teilte bei Twitter mit: "Gott schütze die Menschen in Mexiko-Stadt." Man stehe an ihrer Seite. Präsident Enrique Peña Nieto berief seinen nationalen Krisenrat ein und machte sich im Helikopter ein Bild von den Schäden. Ein dpa-Reporter berichtete von stark schwankenden Gebäuden in der Hauptstadt und Gasgeruch. Tausende verängstigte Menschen seien auf die Straßen und Plätze geflüchtet. Das Telefonnetz brach zusammen. Auf TV-Bildern waren verschüttete Menschen in Trümmern zu sehen. Mexikos Bürgermeister Miguel Ángel Mancera teilte nach Angaben der Zeitung "Reforma" mit, dass mindestens 20 Gebäude eingestürzt seien. Im Großraum der Hauptstadt leben rund 20 Millionen Menschen.

Der internationale Flughafen von Mexiko-Stadt stellte seinen Flugbetrieb vorübergehend ein. Es soll untersucht werden, ob die Infrastruktur des Flughafens Schaden genommen hat, teilte der Airport mit. Die Universität von Mexiko-Stadt teilte via Twitter mit, dass alle Kurse und Veranstaltungen bis auf Weiteres ausfallen, um die Gebäude auf Schäden zu untersuchen. Auch Schulen suspendierten den Unterricht.

Zuletzt weit über tausend Nachbeben

In Internetvideos waren Menschen zu sehen, die um ihr Leben bangen, schreien, weinen; an Gebäuden fielen riesige Gesteinsbrocken und Fassaden ab. Die Situation war zunächst völlig unübersichtlich. Das Erdbeben ereignete sich am Jahrestag eines der schwersten Beben in der Geschichte Mexikos am 19. September 1985, damals wurde besonders Mexiko-Stadt stark getroffen. Zwei Stunden vor dem erneuten Beben hatte es noch eine große Katastrophensimulation mit Evakuierungen gegeben, um das Verhalten für den Fall eines erneuten Erdbebens zu trainieren.

Innenminister Osorio Chong rief die Bevölkerung auf, den Anweisungen des Zivilschutzes Folge zu leisten. Erst am 7. September waren bei einem Beben der Stärke 8,2 rund 100 Menschen im Land umgekommen, dabei lag das Zentrum aber im Pazifik und war in Mexiko-Stadt längst nicht so stark zu spüren. Danach gab es weit über tausend Nachbeben.

Mexiko befindet sich in einer der weltweit aktivsten Erdbebenzonen. Der Großteil der Landmasse liegt auf der sich westwärts bewegenden nordamerikanischen Erdplatte. Unter diese schiebt sich die langsam nach Nordosten wandernde Cocosplatte. Der Boden des Pazifischen Ozeans taucht so unter die mexikanische Landmasse ab. Das führt immer wieder zu schweren Erschütterungen, die das Land bedrohen.

Quelle: n-tv.de, Georg Ismar und Andrea Sosa, dpa

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