Panorama

Neuschnee und Lawinengefahr Seehofer besucht Schneechaos-Gebiete

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Die Vorhersagen für die bayerischen Schneegebiete verheißen nichts Gutes.

(Foto: picture alliance/dpa)

Verteidigungsministerin von der Leyen hat den von den Schmeemassen betroffenen Gebieten weitere Hilfen zugesagt. Kabinettskollege Seehofer will sich nun vor Ort ein Bild von der Lage machen - und die könnte sich Vorhersagen zufolge erneut verschärfen.

Bundesinnenminister Horst Seehofer will sich ein Bild von dem seit Tagen andauernden Schneechaos in den bayerischen Alpen machen. Wie sein Ministerium mitteilte, will der CSU-Politiker Einsatzkräfte der Bundespolizei und des Technischen Hilfswerks im Berchtesgadener Land treffen. Geplant sind Gespräche unter anderem in Berchtesgaden und Neukirchen am Teisenberg. Seine Kabinettskollegin und Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hatte zuvor den vom Schneechaos betroffenen Landkreisen weitere Hilfe zugesagt.

Neuschnee und Lawinen

Das Lawinenrisiko in den Alpen ist weiter groß. Zum Wochenanfang sagen Wetterexperten erneut starken Schneefall vorher. Am späten Sonntagabend verschüttete eine Lawine Teile der Bundesstraße 305 im Landkreis Berchtesgadener Land. Verletzt wurde niemand, der Streckenabschnitt blieb gesperrt. Im Allgäu sperrten die Behörden am Sonntag wegen der Lawinengefahr die Zufahrt zur Gemeinde Balderschwang.

Auch in Österreich spitzt sich die Lage zu. Orte wie Lech und Zürs waren wegen einer Sperrung der Zufahrtsstraßen nicht mehr erreichbar. Auch die Ortschaft Stuben am Arlberg war wegen der Lawinengefahr von der Außenwelt abgeschnitten. Auch der Fernpass, eine wichtige Verbindung zwischen Deutschland und Österreich, ist gesperrt. Allein im Bundesland Salzburg waren 17.000 Menschen von der Außenwelt abgeschnitten. Wie die Behörden berichteten, wurde am Sonntagabend auch die Straße nach Obertauern wegen Lawinengefahr gesperrt.

Lawinenwarnstufe 5

In Teilen Österreichs wird wegen der neuen Schneefälle wieder die höchste Lawinenwarnstufe ausgerufen. Für Montag gelte für den Westen Tirols kurzzeitig Warnstufe 5, teilten die Behörden am Sonntag in Innsbruck mit. Die Österreichische Bundesbahn meldete wegen des Wetters und der hohen Lawinengefahr vielerorts Einschränkungen und Zugausfälle mit Schienenersatzverkehr.  

In den fünf oberbayerischen Landkreisen Bad Tölz-Wolfratshausen, Traunstein, Garmisch-Partenkirchen, Miesbach und Berchtesgadener Land gilt seit Tagen der Katastrophenfall - und der wird wohl zunächst bestehen bleiben.

An zahlreichen Schulen in Ober- und Niederbayern sowie im Allgäu fällt auch am Montag der Unterricht aus, weil ein sicherer Schulweg nach Behördenangaben nicht gewährleistet ist. In den Landkreisen Bad Tölz-Wolfratshausen und Oberallgäu sowie der Stadt Kempten findet bis einschließlich Dienstag kein Unterricht statt. Im Landkreis Traunstein wurde bis mindestens Mittwoch schneefrei gegeben.

Auch in der Schweiz ist die Lage angespannt: Die Lawinengefahr wurde vom Institut für Schnee- und Lawinenforschung in mehreren Gebieten auf die höchste Stufe angehoben. Bis Montagabend werden vom östlichen Berner Oberland bis in den Alpstein, im nördlichen Oberwallis und in der Silvretta weitere 60 bis 100 Zentimeter Schnee erwartet.

Quelle: n-tv.de, bad/dpa

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