Panorama

Sturm vor Frankreichs Küste Seenotretter ertrinken im Einsatz

In einem schweren Sturm vor der französischen Westküste gerät ein Fischer mit seinem Boot in Seenot. Rettungskräfte versuchen zu helfen und geraten dabei selbst in tödliche Gefahr - ihr Boot kentert in der stürmischen See.

Drei Einsatzkräfte der französischen Seenotrettungsorganisation SNSM sind an der Westküste ums Leben gekommen, nachdem ihr Boot gekentert war. Vier der insgesamt sieben Besatzungsmitglieder konnten sich ans Ufer retten, wie der Bürgermeister der Stadt Sable-d'Olonne, Yannick Moreau, dem Fernsehsender BFMTV mitteilte. Die Retter hätten einem Fischerboot in Seenot zur Hilfe kommen wollen, berichtete der Sender. Das Boot und der Fischer gelten weiterhin als vermisst.

*Datenschutz

Das Boot der Seenotretter war rund 800 Meter vor der Küste während eines Unwetters gekentert, so die zuständige Präfektur. Menschen, die zufällig an der Küste waren, kamen den Seenotrettern zu Hilfe, die sich an Land retten konnten. 

Die französische Westküste wird derzeit von Sturm "Miguel" heimgesucht. Er erreichte nach Angaben des Wetterdienstes Météo-France Windgeschwindigkeiten von bis zu 129 Kilometern pro Stunde. In mehreren Départements an der Atlantikküste wurde die zweithöchste Warnstufe ausgerufen. 

Präsident Emmanuel Macron sprach den Angehörigen sein Beileid aus: "Ich denke an ihre Familien, ihre Teamkollegen, die Kameraden der SNSM und an die gesamte maritime Gemeinschaft."

Quelle: n-tv.de, jpe/dpa

Mehr zum Thema