Panorama

Amt findet Hygienemängel Sexpuppen-Bordell macht wegen Keimen zu

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Nasskeime sollen die Sexpuppen im "Dollhaus" enthalten haben. Das Bordell ist nun geschlossen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Vor gut einem Jahr sorgt in Rheinland-Pfalz ein Freudenhaus voller Sexpuppen für Schlagzeilen. Doch bei Überprüfungen entdeckt das Gesundheitsamt gefährliche Keime an den Liebesspielzeugen. Nun liegt der Betrieb auf Eis.

Wegen Hygienemängeln ist ein Sexpuppen-Bordell in Rheinland-Pfalz nach nur einem Jahr geschlossen worden. Wie der SWR berichtet, hatte das Gesundheitsamt der Stadt Speyer bei mehreren Überprüfungen des Betriebes Keime an den Puppen festgestellt. Dabei soll es sich um das Bakterium Pseudonomas aeruginosa handeln - ein Nasskeim, der schwere Infektionen hervorrufen kann. Nach eigenen Angaben handelt es sich bei dem Betrieb um das erste Freudenhaus dieser Art in Deutschland.

"Dollhaus"-Besitzer Raphael Altmann bestätigte die Schließung auf Facebook. "Wir waren das einzige Sexpuppenbordell das auf medizinischem Standard gereinigt haben und einen offiziellen Hygieneplan hatten", (sic!) schreibt er. "Dass wir dennoch wegen Keimen schließen mussten ist allerdings richtig." Altmann führt die Keimbelastung nicht auf mangelnde Hygiene, sondern auf die alte Hausinstallation oder das Leitungswasser zurück. Das Gesundheitsamt widerspricht. "Diese Mängel, die an den Puppen vorhanden waren, stammen definitiv nicht vom Trinkwasser", so eine Sprecherin gegenüber dem SWR.

Nach Angaben der "Bild"-Zeitung hatte das Bordell erst Ende vergangenen Jahres eröffnet. Die lebensgroßen Silikonpuppen bezog Betreiber Altmann direkt bei einem Hersteller in China. Der Preis: Zwischen 2.000 und 8.000 Euro pro Puppe. Ob das "Dollhaus" in Speyer noch einmal seine Pforten öffnet, ist bislang unklar. Betreiber Altmann scheint allerdings wenig Hoffnung zu haben. "Leider fehlte dem jungen Betrieb das Budget rechtlich zu kämpfen! Die kleinen haben da einfach Pech gehabt!", schreibt er auf Facebook.

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Quelle: n-tv.de, jpe