Panorama

Keine neuen Spuren mehrStaatsanwaltschaft stellt Ermittlungen zu Maus-Brandanschlag ein

06.07.2026, 12:29 Uhr
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Seit der Reparatur winkt die Maus-Figur Fans wieder unbeschädigt zu. (Foto: picture alliance / Bonn.digital)

Aus die Maus - zumindest für die Ermittlungen rund um den Brandanschlag auf die Maus-Figur vor dem WDR-Gebäude in Köln. Obwohl es sehr gute Fahndungsfotos gibt, fehlt jede Spur vom Täter. Nun bräuchte es neue Hinweise für eine Wiederaufnahme.

Fast genau ein Jahr nach einem Brandanschlag auf die berühmte Maus-Figur in Köln hat die Staatsanwaltschaft das Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt vorerst eingestellt. Das sagte ein Sprecher der Behörde.

Hintergrund: Es gibt keine Spuren mehr, denen man aktuell nachgehen könnte. Das Ermittlungsverfahren würde laut Staatsanwaltschaft aber wieder aufgenommen, "sofern sich künftig konkrete Anhaltspunkte für den oder die Täter ergeben".

Die Statue, die Passanten freundlich zuwinkt, war in der Nacht zum 26. Juli 2025 in Brand gesetzt und beschädigt worden. Die Polizei hatte Ende November Fotos des Verdächtigen veröffentlicht. Vor einigen Wochen wurden sie aber wieder von der Fahndungsseite der Polizei gelöscht, weil die richterliche Erlaubnis abgelaufen war.

Nach früheren Angaben der Ermittler kam der Unbekannte mit einem Damenfahrrad zum Tatort und machte sich zwischen 23.35 Uhr und 0.40 Uhr an der Statue des Stars aus der "Sendung mit der Maus" zu schaffen.

Verdächtiger ist eine Stunde am Tatort

"Der unbekannte Tatverdächtige hielt sich insgesamt über eine Stunde am Tatort auf und versuchte, das Feuer immer weiter mit Brennmaterial zu entfachen", hieß es damals in einem Aufruf an Zeugen. Als die Figur schließlich Feuer gefangen habe, sei er mit dem Rad davongefahren. Der Tatverdächtige sei zwischen 48 und 60 Jahre alt, von schlanker Statur und habe einen hellbraunen Pullover, eine blaue Hose sowie blaue Sneaker mit weißer Sohle getragen. 

Gegen 0.50 Uhr bemerkte ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes den Brand und alarmierte Einsatzkräfte. Auf dem Boden neben der Figur fanden sich laut früheren WDR-Angaben Bröckchen von Styropor oder eines zerschnittenen Schwamms.

Fans hatten die Maus nach dem Anschlag mit zahlreichen Pflastern an der "Brandwunde" versorgt. Ende August kehrte die Figur runderneuert an ihren alten Standort vor einem WDR-Gebäude zurück.

Quelle: ntv.de, als/dpa

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