Nach Fehlern in Mail-Anbieter-TestStiftung Warentest stoppt Verkauf von Heft

Die Stiftung Warentest muss nachbessern. Nachdem den Prüfern bei der Bewertung von E-Mail-Anbietern ein Fehler unterlaufen ist, unterbricht die Stiftung den Vertrieb der aktuellen Ausgabe des Magazins. Ab sofort liegt dem Heft eine Korrektur bei.
Die Stiftung Warentest hat den Verkauf des aktuellen Test-Heftes vorübergehend eingestellt. Grund ist ein Fehler in einem Test von E-Mail-Anbietern, n-tv.de berichtete bereits über die falschen Angaben. Wer ab jetzt das Heft vom Februar kauft oder bestellt, bekommt die Korrektur beigelegt, sagte eine Sprecherin. Auch die digitalen Versionen in der App und auf der Warentest-Webseite seien berichtigt worden.
In dem Test hatte Stiftung Warentest die Möglichkeiten zum Verschlüsseln der Nachrichten falsch dargestellt. Eine Sprecherin räumte ein: "Wir haben bei einem Anbieter eine etwas ungenaue Formulierung gewählt, wie diese Verschlüsselung funktioniert." Das habe den Eindruck erweckt, die Mails würden automatisch besonders geschützt gespeichert. Dabei müssen Nutzer noch einmal selbst aktiv werden, um das Verschlüsselungsverfahren einzurichten.
Insbesondere der Anbieter Posteo aber auch Mail.de hatte sich über die Fehler beklagt. In der aktuellen Ausgabe wird Posteo zusammen mit dem Wettbewerber Mailbox.org als "Testsieger" bezeichnet.