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Reisende brauchen Geduld Sturm beeinträchtigt Zugverkehr im Norden

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Gestern Abend bescherte der Sturm vielen Reisenden Probleme.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der Sturm im Norden Deutschlands ist vorüber, doch mit den Schäden hat die Deutsche Bahn weiterhin zu kämpfen. Verspätungen und Ausfälle stellen Reisende weiterhin auf die Probe.

Nach Sturmschäden auf mehreren Zugstrecken in Norddeutschland entspannt sich die Lage bei der Deutschen Bahn. Passagiere müssen sich am Morgen aber noch auf Zugausfälle und Verspätungen gefasst machen. Zwischen Hannover und Bremen laufe der Regionalverkehr aber wieder, wenn auch auf eingleisiger Strecke. Die Strecke Hannover - Hamburg ist laut Bahn ebenfalls wieder eingleisig befahrbar. "Hier verkehren sowohl die Züge des Fernverkehrs als auch des Regionalverkehrs", sagte eine Sprecherin.  "Wir empfehlen, dass sich Fahrgäste vor Reiseantritt über ihre Verbindung informieren."

Grund für die Ausfälle und Verspätungen seien unter anderem Reparaturarbeiten, sagte ein Bahn-Sprecher. Zudem seien viele Züge und Bahnmitarbeiter durch die Probleme am Vorabend nicht dort angekommen, wo sie ihren Dienst am Morgen hätten antreten sollen. Das könne sich zum Betriebsstart auch auf Regionalverbindungen auswirken. Im Laufe des Tages ist nicht mit einem weiteren Sturm zu rechnen. Laut n-tv Meteorologe Björn Alexander weht aber weiterhin ein kräftiger Wind im Norden.

Gekaufte Tickets verlieren laut Informationen der Bahn nicht ihre Gültigkeit. Fahrscheine für die betroffenen Strecken, also zwischen Hannover und Bremen sowie Hannover und Hamburg, können entweder kostenfrei storniert werden oder für die Fahrt in einem beliebigen Zug auf der Strecke innerhalb einer Woche nach Störungsende genutzt werden.

Probleme besonders im Norden Deutschlands

Der Sturm hatte dem Bahnverkehr am Dienstagabend besonders im Norden und Nordosten Deutschlands große Probleme beschert: Passagiere mussten auf andere Züge ausweichen, Bäume, Unrat und Teile abgedeckter Dächer lagen in den Gleisen und Oberleitungen wurden beschädigt. In Hannover mussten 200 Menschen in zwei Zügen übernachten. Aus einem anderen ICE, der von Chur in der Schweiz nach Hamburg unterwegs war, wurden 150 Fahrgäste bei Nienburg in Busse verfrachtet und nach Hannover gefahren. 300 weitere Menschen aus dem gleichen Zug warteten über zwei Stunden auf dessen Weiterfahrt. Um 1.35 Uhr am Mittwochmorgen setzte der Zug sich dann wieder in Bewegung.

Auch in Kassel-Wilhelmshöhe und Hamburg hatten Züge für Passagiere zur Übernachtung bereitgestanden, sie wurden aber nicht von ihnen in Anspruch genommen. Die Strecke Hannover-Bremen war zeitweise gesperrt. Der Zugverkehr zwischen Hamburg und Bremen wurde über eine Güterzugstrecke umgeleitet. Auch auf der Strecke Hamburg-Hannover hatte es über mehrere Stunden große Probleme wegen eines Oberleitungsschadens gegeben. Auch die Strecken der Bahngesellschaft Metronom waren vorübergehend gesperrt. Etwa eine Stunde vor Mitternacht teilte das Unternehmen dann mit, dass alle Strecken wieder befahrbar seien. Feuerwehr und Polizei in den betroffenen Gebieten meldeten keine größeren Sturmschäden.

Quelle: n-tv.de, ame/dpa

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