Panorama

Konsum auf Rekordhoch Täglich neun Stunden Mediennutzung

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Besucher auf einer Technik-Messe in Berlin, der Konsum moderner Medien ist in Deutschland noch unzureichend erfasst.

imago/Marius Schwarz

Deutsche konsumieren täglich so lange Medien wie noch nie. Dabei bleiben wohl konventionelle Medien wie Fernsehen und Radio die Spitzenreiter. Moderne Technik, wie die Smartphone-Nutzung, ist allerdings noch gar nicht vollständig erfasst.

Der Medienkonsum der Deutschen ist so hoch wie nie zuvor. Das zeigen die Zahlen einer kürzlich veröffentlichten Studie. Menschen in Deutschland schalten Radio und Fernsehen demnach im Durchschnitt täglich rund sieben Stunden an. Jeweils eine Stunde am Tag konsumiert ein Durchschnittsnutzer außerdem Audio und Video als Internet-Stream, eine weitere Stunde geht auf das Konto von CD, DVD, Kino oder Videospiele.

Das geht aus einer auf Drittquellen basierenden Analyse des Privatrundfunk-Verbands VPRT hervor, die in Berlin veröffentlicht wurde. Damit lag 2017 der durchschnittliche Medienkonsum pro Person in Deutschland bei täglich neun Stunden - so lange wie noch nie.

Der TV-Konsum ging laut Verband um zwei Minuten gegenüber dem Vorjahr zurück und lag im vergangenen Jahr bei täglich 3 Stunden und 41 Minuten (Menschen ab drei Jahren). Knapp 92 Prozent der Deutschen ab drei Jahren guckten regelmäßig fern.

Radio bleibt beliebt

Das kann nur das Radio toppen: Im zurückliegenden Jahr hörten 92,6 Prozent regelmäßig Radio, 78,1 Prozent der Gesamtbevölkerung sogar täglich. Das Radio bleibt damit der beliebteste Tagesbegleiter der Deutschen. Allerdings fällt die durchschnittliche Länge des Tageskonsums der Radiohörer im Vergleich zu den TV-Zuschauern etwas geringer aus: Es wird jeden Werktag bei den über 14-Jährigen im Schnitt 3 Stunden und 12 Minuten gehört.

Das Internet nutzen täglich 49,7 Prozent der Deutschen ab zehn Jahren. Bei den Online-Zahlen könnte die Studie in diesem Jahr nachgebessert werden. Vor allem die Erfassung der Mediennutzung auf mobilen Endgeräten, wie Tablet PCs und Smartphones, soll besser erfasst werden. Da über diese Geräte mittlerweile auch Radio gehört und ferngesehen wird, könnten die Ergebnisse der Studie für 2018 bedeutend anders aufbereitet sein.

Quelle: n-tv.de, sra/dpa

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