Panorama

Zerstörung und Chaos Taifun "Phanfone" wütet auf den Philippinen

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Der Taifun erreichte Windgeschwindigkeiten von bis zu 195 Stundenkilometern.

(Foto: PAUL CINCO via REUTERS)

Mit bis zu 195 Kilometern pro Stunde fegt ein Tropensturm über die Philippinischen Inseln und hinterlässt eine Spur der Verwüstung. Einwohner müssen an Weihnachten vor dem Taifun flüchten. Zehntausende Reisende sitzen an geschlossenen Häfen fest.

Der Taifun "Phanfone" hat auf den Philippinen eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Millionen Menschen waren von dem Tropensturm betroffen, der am ersten Weihnachtstag über die kleinen Inseln im Zentrum des Archipels in Richtung Westen zog. Zahlreiche Häuser wurden zerstört, Bäume entwurzelt. In mehreren Orten gab es Stromausfälle.

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"Phanfone" war am Dienstag auf Land getroffen, als viele Philippiner sich auf dem Weg zu ihren Familien befanden, um das Weihnachtsfest mit ihnen zu verbringen. Nach Angaben der Wetterbehörden erreichte der Taifun Windgeschwindigkeiten von bis zu 195 Kilometern pro Stunde. Mehr als 25.000 Menschen saßen wegen ausgefallener Fährverbindungen an geschlossenen Häfen fest. Auch dutzende Inlandsflüge wurden gestrichen. Die Behörden hatten Zwangsevakuierungen für Küstengebiete angeordnet und die Menschen im Landesinneren aufgerufen, in ihren Häusern zu bleiben.

Mehr als 16.000 Menschen verbrachten die Nacht in provisorischen Notunterkünften, teilte der Zivilschutz mit. Berichte über Todesfälle gab es zunächst nicht. Die Rettungskräfte erklärten jedoch, viele abgelegene Gebiete hätten wegen schwerer Überschwemmungen noch nicht erreicht werden können. Viele Menschen hätten die Notunterkünfte zum Fest vorübergehend verlassen, aber ihre Häuser beschädigt vorgefunden, sagte der Zivilschutzvertreter Allen Froilan Cabaron. So hätten an Heiligabend viele Menschen gemeinsam in den Notunterkünften gegessen. Die Philippiner sind mehrheitlich Katholiken.

Die Philippinen werden jährlich im Schnitt von 20 Taifunen und Stürmen getroffen. Dabei kommen jedes Jahr Hunderte ums Leben. Der bislang schwerste Taifun "Haiyan" ereignete sich 2013. Knapp 7400 Menschen starben damals oder gelten bis heute als vermisst.

Quelle: ntv.de, hny/AFP/dpa