Panorama

Chaos am Berliner Hauptbahnhof Tausende Reisende stürmen überfüllte Züge

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Von einer Fahradmitnahme rät die Bahn ab.

(Foto: picture alliance/dpa)

​​Pfingsten herrscht fast immer reger Betrieb bei der Bahn. Doch dieses Jahr sorgt das 9-Euro-Ticket für einen regelrechten Ansturm - besonders auf den Berliner Hauptbahnhof. Es kommt zu zahlreichen Verspätungen. Zudem haben oft Radfahrer das Nachsehen und bleiben auf dem Bahnsteig zurück.

Die Reisewelle zu Pfingsten hat zu teils dichtem Gedränge auf Bahnsteigen und vollen Zügen geführt. So gab es beispielsweise am Berliner Hauptbahnhof am Morgen einen besonders großen Andrang auf die Regionalbahnen Richtung Ostsee nach Stralsund und Rostock. Es kam zu mehreren Verspätungen.

Bundespolizisten waren verstärkt auf den Bahnsteigen unterwegs. Es sei eine hohe Zahl von Reisenden zu verzeichnen, sagte ein Sprecher der Bundespolizeidirektion Berlin. Wegen des 9-Euro-Tickets werde aber eine besonders hohe Auslastung der Züge erwartet.

Pfingsten herrscht in der Regel immer reger Betrieb bei der Bahn. In diesem Jahr kommt allerdings noch das 9-Euro-Ticket hinzu, mit dem Inhaber jeweils in den Monaten Juni, Juli und August mit dem öffentlichen Personennahverkehr durch ganz Deutschland fahren können. Das Pfingstwochenende ist die erste große Bewährungsprobe für die Rabattaktion. Die Bahn rechnet besonders auf touristischen Strecken mit sehr großem Andrang.

"Wer kann, sollte auf das Rad verzichten"

Voll war es auch in Sachsen: Am Morgen war die Regionalbahn von Leipzig nach Weimar komplett überfüllt. Die Menschen hätten sich mit Gepäck und Fahrrädern in den Fluren und den Türbereichen gedrängt. Reisende, die zusteigen wollten, seien von den Gleisen zurückgeschickt worden.

"Regionalzüge, insbesondere zu den touristischen Zielen, sind heute wie erwartet sehr stark nachgefragt", sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn auf Anfrage. Fahrgäste sollten sich kurz vor Reiseantritt noch einmal in den Auskunftsmedien der Verkehrsverbünde vor Ort oder über den DB Navigator informieren. Zudem könne eine Fahrradmitnahme aufgrund des hohen Fahrgastaufkommens nicht garantiert werden. "Wer kann, sollte daher auf das Rad verzichten", betonte der Sprecher.

Quelle: ntv.de, can/dpa

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