Panorama

Australiens Himmel blutrot Tausende fliehen vor Flammen an Strände

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So rot färbte sich der Himmel über den Brandgebieten, wie dieses Foto zeigt, das ein Augenzeuge twitterte.

(Foto: Foto: @brendanh_Au/TWITTER/AP/dpa)

Die Buschbrände in Australien gleichen einer Feuerwalze, die Tausende Menschen in die Flucht schlägt. Der letzte Ausweg ist für viele der Strand und das Meer, da die größte Lebensgefahr von der Hitze ausgeht, die die Flammen erzeugen.

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Wegen der verheerenden Buschbrände im Südosten Australiens sind Tausende Touristen und Einheimische vor den Flammen an die Strände geflohen. Rund 4000 Menschen waren am Ufer der Stadt Mallacoota im Bundesstaat Victoria eingeschlossen, teilten die örtlichen Behörden mit. Auch in vielen anderen von Flammen eingeschlossenen Orten entlang eines 200 Kilometer langen Küstenabschnitts suchten Menschen Zuflucht an den Stränden.

Ein Mitarbeiter des Katastrophenschutzes in Victoria sagte dem Sender ABC, Einsatzkräfte in Mallacoota versuchten, sich um die Menschen am Strand zu kümmern. "Wir sind sehr besorgt angesichts der abgeschnittenen Gemeinden." Der Rauch von den Bränden ließ Asche herabregnen. Laut der britischen Zeitung "Guardian" färbte sich der Himmel gegen 9 Uhr morgens Ortszeit erst schwarz, am Nachmittag dann in ein diesiges Rot. Medienberichten zufolge wurden bereits Vorbereitungen getroffen, um die betroffenen Menschen notfalls über das Meer in Sicherheit zu bringen oder sie vom Strand auszufliegen.

Die Temperaturen in den Buschbrandgebieten können Hunderte Grad Celsius erreichen, was zum Tod der in der Nähe befindlichen Menschen führt, lange bevor die Flammen sie erreichen. Nach Angaben des Katastrophenschutzes von Victoria ist die Flucht ins Meer häufig der letzte Ausweg. Die Behörden hatten Zehntausende Touristen, die sich während der australischen Sommerferien in dem Gebiet aufhalten, in den vergangenen Tagen aufgefordert, die Gegend zu verlassen. Für Tausende von ihnen war es dazu nun zu spät.

Seit September kamen in den Buschbränden in Australien elf Menschen ums Leben. Mehr als tausend Wohnhäuser wurden zerstört, mehr als drei Millionen Hektar Land - eine Fläche größer als Belgien - gingen in Flammen auf. In New South Wales und Victoria gelten seit Montag mindestens sieben Menschen als vermisst. Die australische Hauptstadt Canberra und andere Orte sagten wegen der Brandgefahr ein geplantes Silvesterfeuerwerk ab. Die Millionenmetropole Sydney hält an ihrem traditionellen Riesenfeuerwerk fest, obwohl die Stadt heute erneut in giftigen Rauch gehüllt war.

Quelle: ntv.de, vpe/AFP