Panorama

Tiefe Fleischwunde in der HandTeenager prügelt Hai in die Defensive

05.10.2015, 17:00 Uhr
Hai
Angriff in Florida: "Wir sehen die ganze Zeit Haie." (Foto: imago stock&people)

Ein junger Surfer paddelt aufs Meer hinaus. Plötzlich nähert sich ein Hai und beißt dem 14-Jährigen in die Hand. Reflexartig prügelt der Junge mit beiden Fäusten auf das Tier ein. Es ist nicht der erste Vorfall dieser Art am New Smyrna Beach.

Diesen Tag werden Cole Toomsoo und seine Freunde ihr Leben lang in Erinnerung behalten. Die jungen Surfer waren am Sonntagmorgen an den New Smyrna Beach in Volusia County (Florida) gekommen, um ihre neuen Surfbretter zu testen.

Einer der Jungen paddelte aufs Meer hinaus, als sich plötzlich ein Hai näherte und ihn in die Hand biss. Reflexartig prügelte der Junge auf das Tier ein, bis dieses den Rückzug antrat.

Der 14-Jährige schwimmt nach dem Angriff wie wild zurück in Richtung Strand. "Ich dachte, er kam, um uns abzuholen", berichtete der 12-jährige Toomsoo dem Sender "WFTV". Doch dann habe er gesehen, dass die Hand seines Kumpels voller Blut gewesen sei. Und er hörte ihn um Hilfe schreien. "Ich war wirklich sehr verängstigt."

Die Strandwache, die dem Verletzten zur Hilfe eilte, brachte ihn in ein Krankenhaus. Ein Freund des verletzten Jungen sagte dem Sender Channel 9, dem 14-Jährigen gehe es den Umständen entsprechend gut, er müsse aber noch in der Klinik bleiben.

Zehnte Hai-Attacke

"Ich komme jedes Wochenende hierher", sagte Augenzeuge Toomsoo. "Ich hab nicht wirklich Angst vor Haien, aber jetzt weiß ich, dass es jedem passieren kann." Die Surfer zogen kurz nach dem Vorfall wieder hinaus in die Wellen. "Wir sehen die ganze Zeit Haie", sagte Nick Anselmo aus Orlando. "Als Surfer darfst du nicht dran denken."

Der New Smyrna Beach führt die Liste der gefährlichsten Hai-Strände der USA an. Erst vor zwei Wochen war am selben Strand ein jugendlicher Surfer von einem Hai ins Bein gebissen worden. Lokalen Medien zufolge habe es im gesamten Volusia County im laufenden Jahr zehn Hai-Angriffe gegeben.

Bei dem Tier soll es sich um einen kleinen Schwarzspitzenhai von etwa eineinhalb Metern Länge gehandelt haben. Der "Carcharhinus limbatus" ist in tropischen und subtropischen Gewässern weltweit zu finden. Er gehört zu den bedrohten Arten.

Quelle: ntv.de, dsi

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