Panorama

22. Hinrichtung in diesem Jahr Texas vollstreckt Todesurteil

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Es war die bereits 22. Hinrichtung in diesem Jahr.

(Foto: picture alliance/dpa)

Wegen eines Raubüberfalls wird ein Mann zu 70 Jahren Haft verurteilt. Im Gefängnis tötet er dann einen Aufseher. Dafür wird er zum Tode verurteilt. Einsprüche verhallen ohne Folgen.

Im US-Bundesstaat Texas ist ein verurteilter Mörder hingerichtet worden. Das Todesurteil gegen den 46-jährigen Travis Runnels wurde vollstreckt. Runnels wurde in einem texanischen Gefängnis mit einer Giftspritze getötet. Nur wenige Minuten zuvor hatte das Oberste US-Gericht einen Antrag von Runnels' Verteidigern auf Aussetzung der Todesstrafe zurückgewiesen.

Runnels war im Jahr 1997 wegen eines bewaffneten Überfalls zu einer Haftstrafe von 70 Jahren verurteilt worden. 2003 tötete er dann einen Gefängnisaufseher. Zwei Jahre später bekannte er sich zu der Tat und wurde zum Tode verurteilt.

Die Anwälte des Verurteilten hatten in ihrem Antrag auf Aufschiebung argumentiert, dass wichtige Faktoren aus der Kindheit des 46-Jährigen bei dem Urteil nicht berücksichtigt worden seien. Zudem habe ein Sachverständiger in dem Verfahren fälschlicherweise erklärt, Runnels stelle für andere Menschen in Gefängnissen eine Gefahr dar. Die texanischen Behörden erklärten dagegen, Runnels wäre auch ohne dieses Gutachten zum Tode verurteilt worden. Runnels ist der 22. Häftling, der in den USA in diesem Jahr hingerichtet wurde.

Quelle: ntv.de, jwu/AFP