Panorama

Weitergabe von Preisgeld Thunberg will eine Million Euro spenden

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Greta Thunberg möchte von dem Preisgeld nichts für sich behalten.

(Foto: imago images/TT)

In Portugal wird Greta Thunberg mit dem Preis für Menschlichkeit ausgezeichnet. Der bringt ihr ein Preisgeld von einer Million Euro ein. Die möchte die Klimaaktivistin nun verschiedenen Organisationen zukommen lassen, in denen Menschen gegen die Klima- und Umweltkrise kämpfen.

Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg ist mit einem portugiesischen Menschenrechtspreis ausgezeichnet worden - und hat umgehend angekündigt, das gesamte Preisgeld in Höhe von einer Million Euro zu spenden. "Das ist mehr Geld, als ich mir vorstellen kann", sagte Thunberg am Montag in einer Video-Danksagung zur Verleihung des Gulbenkian-Preises für Menschlichkeit. Sie sei "extrem geehrt" angesichts der Auszeichnung.

Das Preisgeld werde über ihre Stiftung an verschiedene Organisationen und Projekte ausgezahlt, in denen Menschen "an vorderster Front" gegen die Klima- und Umweltkrise kämpfen, sagte Thunberg. 100.000 Euro sollen demnach etwa an die "SOS-Amazonia"-Kampagne der Klimaschutzbewegung Fridays for Future in Brasilien gehen.

Die Gulbenkian-Stiftung begründete die Auszeichnung für Thunberg damit, dass die 17-Jährige es geschafft habe, jüngere Menschen für den Kampf gegen den Klimawandel zu mobilisieren. "Ihr hartnäckiger Kampf für eine Veränderung des Status quo dauert an", sagte der Vorsitzende der Jury, Jorge Sampaio.

Schon einmal Preisgeld gespendet

Schon Ende April hatte Thunberg dem UN-Kinderhilfswerk Unicef 100.000 US-Dollar (92.000 Euro) im Kampf gegen die Corona-Krise gespendet. "Wie die Klimakrise ist auch die Coronavirus-Pandemie eine Kinderrechtskrise", zitierte Unicef die 17-jährige Thunberg seinerzeit. Die Spende stammte von einem Preisgeld, das sie von der dänischen Nichtregierungsorganisation Human Act für ihr Engagement bekommen hatte.

Die Corona-Krise werde "alle Kinder betreffen, jetzt und auf lange Sicht", sagte Thunberg weiter. Gefährdete Gruppen würden jedoch am stärksten betroffen sein. "Ich bitte alle, sich mir anzuschließen und die wichtige Arbeit von Unicef zu unterstützen, um das Leben von Kindern zu retten, ihre Gesundheit zu schützen und ihre Ausbildung fortzusetzen."

Thunberg hatte sich Ende März nach eigenen Angaben "sehr wahrscheinlich" mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Nach einer Europareise habe sie mehrere typische Symptome bekommen, berichtete die 17-Jährige damals.

Quelle: ntv.de, nan/AFP