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Bauernverband entsetzt Tierärzte erhöhen Gebühren drastisch

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Im November steigen die Kosten für einen Tierarztbesuch - und zwar nicht zu knapp. Gerade für Viehhalter werden die höheren Gebühren zur finanziellen Belastung, aus Sicht der Ärzte ist der Schritt längst überfällig.

Ob Hund, Katze oder Maus - Tierbesitzer müssen ab November tiefer in die Tasche greifen, sollte eine medizinische Untersuchung oder Behandlung in der Praxis anstehen. Denn ab 22. November tritt eine neue Gebührenordnung für Tierärzte in Kraft. Die finanzielle Mehrbelastung trifft vor allem Landwirte, der Bauernverband zeigt sich entsetzt.

Für Katzen und Hunde fällt künftig eine Praxisgebühr von mindestens 23,62 Euro an, vorher lagen die Beträge bei 8,98 Euro und 13,47 Euro. Bei Rindern steigt der Preis von 12,84 Euro auf 20,54 Euro. "Die erneute, deutliche Anhebung der Gebühren ist nicht akzeptabel und wird dazu führen, dass einige Bauern sich eine tierärztliche Versorgung kaum mehr leisten können", sagte der stellvertretende Generalsekretär des Bauernverbands, Udo Hemmerling, der "Augsburger Allgemeinen Zeitung". Futter, Energie und Kraftstoffe seien durch die aktuellen Preissteigerungen bereits eine Belastung für viele Landwirte.

Aus Sicht der Tierärzte ist die Anpassung "längst überfällig", wie Dr. Uwe Tiedemann, Präsident der Bundestierärztekammer (BTK), in einer Pressemitteilung mitteilte. Die Anpassung der Gebührenordnung solle sicherstellen, dass eine Tierarztpraxis wirtschaftlich geführt werden könne. "Nur so kann eine flächendeckende Versorgung der Tiere gewährleistet werden."

In der Mitteilung spricht der BTK zudem von mehr Transparenz und besserem Schutz der Tierhalter vor "Übervorteilung". Der Wettbewerb unter Tierärzten solle über die Leistung, aber nicht über den Preis stattfinden. Eine hohe Qualität der tierärztlichen Leistung sei gut für den Tierschutz und in der Landwirtschaft diene sie außerdem "dem Verbraucherschutz durch gesunde und rückstandsfreie tierische Erzeugnisse".

(Dieser Artikel wurde am Dienstag, 06. September 2022 erstmals veröffentlicht.)

Quelle: ntv.de, mba

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