Panorama

Gift verseucht Gewässer Tierkadaver treiben in Neckar-Nebenfluss

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Tonnenweise tote Fische treiben in der Schozach. Die Ursache: Gift aus dem nahen Industriegebiet.

(Foto: picture alliance/dpa)

Tonnenweise tote Fische, verendete Vögel und ein Rehkadaver: An einem Nebenfluss des Neckar bei Heilbronn ist Gift ins Wasser geflossen. Behörden warnen die Anwohner: Hunde dürfen nicht aus der Schozach trinken, Kinder sollen nicht draußen spielen.

In einem verunreinigtem Fluss bei Ilsfeld in Baden-Württemberg sind mehrere Tonnen Fische verendet. Ein Sprecher der Feuerwehr sagte, betroffen sei ein rund 16 Kilometer langes Teilstück des Neckar-Nebenflusses Schozach. Auch verendete Wasservögel und ein totes Reh wurden gefunden. Auch vor der Mündung zum Neckar wurden tote Fische entdeckt. Ob sie dorthin gespült wurden oder sich das Tiersterben ausweitet, ist nach Polizeiangaben noch unklar. Derzeit werde davon ausgegangen, dass ein giftiger Stoff ins Gewässer gelangte. Kinder sollen nicht an dem Fluss spielen und Hunde nicht daraus trinken.

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Die Schozach, ein Nebenfluss des Neckar.

(Foto: picture alliance/dpa)

Ein erster Alarm war am Donnerstagmorgen bei der Heilbronner Polizei eingegangen. Laut Stadt und Landratsamt Heilbronn gibt es seit dem Nachmittag Hinweise auf die mögliche Ursache: Bei einer Spedition habe es am Dienstag einen Unfall gegeben, rund 1000 Liter eines als wassergefährdend geltenden Stoffes seien ausgetreten.

Mehr als 100 Einsatzkräfte der Feuerwehr und Polizeispezialisten versuchen seit Donnerstag, ein Ausweiten des Tiersterbens zu verhindern. Sie pumpen sauberes Wasser aus angrenzenden Seen in die Schozach, um die Giftkonzentration im Wasser zu senken, berichtete der SWR.

Quelle: ntv.de, mau/dpa