Auto in Pizzeria gesteuertTodesfahrer von Sept-Sorts ist schuldfähig

Unter Drogeneinfluss steuert ein Mann seinen Wagen am Montag in eine Pizzeria bei Paris, tötet ein Kind und verletzt zwölf Menschen. Nach der Tat wird er festgenommen. Nun bescheinigt ihm ein Gutachten volle Schuldfähigkeit. Ihm droht eine Mordanklage.
Der 32-jährige Mann, der mit einem Auto in eine Pizzeria in der Nähe von Paris gefahren ist und dabei ein zwölfjähriges Mädchen tötete, kann für seine Tat strafrechtlich verantwortlich gemacht werden. Das teilte die Staatsanwaltschaft in Meaux nach einer psychiatrischen Untersuchung des 32-Jährigen mit.
Zwar leide er laut Gutachten unter einer mittelschweren Depression, sei aber nicht unzurechnungsfähig. Der Vize-Staatsanwaltschaft von Meaux, Eric de Valroger, hatte zuvor von unzusammenhängenden Aussagen des Mannes und einem "regelrechten Verfolgungswahn" berichtet. Diese ließen aber keine Rückschlüsse auf das Motiv zu, hieß es.
Ein Untersuchungsrichter werde nun darüber entscheiden, ob gegen den Mann ein Ermittlungsverfahren eröffnet wird und ob er in Untersuchungshaft kommt, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Bisher wird ihm unter anderem Mord vorgeworfen.
Fahrer wollte sich angeblich umbringen
Der mutmaßliche Angreifer hatte am Montagabend sein Auto in dem Ort Sept-Sorts etwa 60 Kilometer östlich von Paris absichtlich in die Terrasse einer Pizzeria gesteuert. Zwölf Menschen wurden bei dem Vorfall verletzt. Das Todesopfer und die Verletzten gehörten zu den rund 30 Gästen des Restaurants.
Die Ermittler hatten einen terroristischen Hintergrund komplett ausgeschlossen. Ein erster Test hatte erwiesen, dass der Verdächtige Rausch- oder Suchtmittel genommen hat. Bei seiner Vernehmung hatte der Festgenommene angegeben, er habe einen Tag vor der Tat versucht, sich das Leben zu nehmen.