Panorama

Zwischenfall in SpanienTomatenschlacht trifft Google-Auto

27.08.2015, 18:23 Uhr
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Weltbekannte Tomatenschlacht: Die Anwesenheit eines Google-Autos ruft in Spanien offenbar wenig Begeisterung hervor. (Foto: dpa)

Das Gemüsegemetzel der Superlative geht für Google nach hinten los: Der US-Konzern wagt sich mit einer seiner teuren 360-Grad-Kameras in die Jubiläumsausgabe der weltgrößten Tomatenschlacht. Die Stimmung kippt, das Google-Auto muss büßen.

In Spanien hat sich ein Marketing-Coup des US-Konzerns Google ganz anders entwickelt als geplant: Weil Jahr für Jahr die Bilder von der gigantischen Tomatenschlacht "Tomatina" im ostspanischen Buñol um die Welt gehen, wollte diesmal auch der Internetgigant dabei sein. Mit einem eigenen Aufnahmewagen samt 360-Grad-Kamera sollten Google-Techniker die Straßenzüge vor und nach dem riesigen Straßenfest fotografieren und die Verwüstungen durch Unmengen an Tomatenmatsch dokumentieren.

Dann jedoch blieb der Kamerawagen des Straßenkartendienstes Google Street View bei seiner Fahrt durch die Gassen in einer Menschenmenge stecken. Bilder vom rotbeschmierten Google-Auto machten in sozialen Netzwerken die Runde.

Mutwilliger Angriff?

Das Fahrzeug habe nach der zweiten Fahrt durch die Stadt "verschiedene Schäden" aufgewiesen, erklärte Google Spanien. Ein Sprecher sagte, die Feiernden hätten die Windschutzscheibe, die Seitenspiegel und die auf dem Dach montierte 360-Grad-Kamera beschädigt.

Die Tomatina in Buñol gilt als größte Tomatenschlacht der Welt. Zu dem Fest waren in dem 9000-Einwohner-Ort etwa 22.000 Menschen zusammengekommen, darunter auch viele junge Touristen aus dem Ausland. Sie bewarfen sich gegenseitig mit Tomaten und wälzten sich in zerquetschten Tomatenresten auf der Straße.

Das Fest soll angeblich im Jahr 1945 aus einer Schlägerei unter jungen Leuten auf einem Markt entstanden sein. Die Tomatina des Jahres 2004 wurde sogar in das Guinnes-Buch der Rekorde aufgenommen. In diesem Jahr feierte Buñol das 70. Jubiläum der Tomatina.

Quelle: ntv.de, spt/AFP

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