Panorama

Mindestens sechs Tote Tornado wütet in Mississippi

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Die Überreste eines Hauses im Yazoo County (Videostandbild). Welche Schäden der Tornado angerichtet hat, ist noch nicht bekannt.

(Foto: Mike Evans/WLBT-TV/AP/dpa)

Am Nachmittag warnte die US-Wetterbehörde vor extremen Windgeschwindigkeiten in Mississippi - und die ließen dann auch nicht lange auf sich warten. Auch andere Gegenden der USA wurden von heftigen Unwettern heimgesucht.

Durch Tornados im US-Bundesstaat Mississippi sind mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. Dies teilte die regionale Katastrophenschutzbehörde mit. Gouverneur Tate Reeves rief den Ausnahmezustand aus. Laut Berichten von US-Medien richteten die Wirbelstürme "katastrophale" Schäden in dem Bundesstaat im Süden der Vereinigten Staaten an.

Die Katastrophenschutzbehörde rief Einwohner, die vor den Tornados in staatliche Notunterkünfte flüchten mussten, zur Bedeckung von Mund und Nase wegen der Coronavirus-Pandemie auf. Bei Fehlen von Atemschutzmasken könnten sie dies mit Tüchern oder Schals tun.

Die nationale Wetterbehörde NOAA hatte zuvor vor möglichen Windgeschwindigkeiten von bis zu 330 Kilometern pro Stunde gewarnt. Es handle sich um ein "außergewöhnlich seltenes Ereignis", hieß es. Tornado-Warnungen gab es am späten Abend auch für Teile der benachbarten Bundesstaaten Alabama und Tennessee. Dort könnten einzelne Windböen Geschwindigkeiten von bis zu 130 km/h erreichen. In einzelnen Fällen sei auch mit schwerem Hagel zu rechnen, hieß es weiter. Hagelkörner könnten der Wetterbehörde zufolge einen Durchmesser von bis zu fünf Zentimeter haben.

Die Gouverneurin von Alabama, Kay Ivey, hatte bereits im Vorfeld den Notstand erklärt. Es wird erwartet, dass sich die Unwetter weiter bis Georgia, South Carolina und North Carolina im Südosten ausbreiten. Weitere Staaten im Süden der USA waren Medienberichten zufolge bereits im Tagesverlauf von heftigen Unwettern betroffen. In Texas war schon am Morgen ein Tornado bestätigt worden. Im Bundesstaat Louisiana hatten heftige Stürme rund 300 Häuser beschädigt oder ganz zerstört. Jeweils Zehntausende Haushalte in Louisiana, Mississippi und Alabama waren zeitweise ohne Strom. Auch für den Ostermontag werden in weiten Teilen der USA weitere Unwetter erwartet.

Quelle: ntv.de, chr/ino/AFP/dpa