Panorama

Unglück nahe Jerusalem Tote nach Tribüneneinsturz in Synagoge

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Rettungsdienste bringen Verletzte in Krankenhäuser, nachdem sich der Einsturz innerhalb weniger Sekunden ereignete.

(Foto: REUTERS)

Zu Beginn eines heiligen Fests beten Hunderte Männer in einer Synagoge im Westjordanland. Dann stürzt eine Tribüne ein. Die Polizei sagt, das Beten in dem Gebäude sei verboten gewesen.

Beim Einsturz einer Tribüne in einer Synagoge nahe Jerusalem sind nach Angaben von Rettungskräften mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Dabei handele es sich um einen 40-jährigen Mann und einen zwölfjährigen Jungen, teilte der israelische Rettungsdienst Magen David Adom am Sonntagabend mit. Verletzt in Krankenhäuser gebracht wurden demnach 167 Menschen, darunter fünf Schwerverletzte. Nach Angaben der Polizei war die Tribüne überfüllt. Das Unglück ereignete sich in der israelischen Siedlung Givat Zeev im Westjordanland. Sie liegt im Nordwesten Jerusalems.

In den Onlinenetzwerken zirkulieren Bilder, die zeigen, wie die Tribüne innerhalb weniger Sekunden kollabiert, während auf ihr dutzende Männer beten. "Das Beten in diesem Gebäude war verboten", sagte der Kommandant der Jerusalemer Polizei, Doron Tourgeman, bei einem Besuch am Unglücksort. Nach Berichten der Zeitung "Jerusalem Post" haben zuständige örtliche Behörden bereits bemängelt, dass das Gebetsevent in der Synagoge aufgrund von Bauarbeiten nicht genehmigt gewesen sei.

Am Sonntag hat das Schavuot-Fest begonnen. An diesem gedenken fromme Juden der angenommenen Übergabe der Thora, der jüdischen Bibel, durch Gott an Moses. Sie soll nach biblischer Überlieferung auf dem Berg Sinai erfolgt sein. Dieses Gebiet steht heute wieder unter ägyptischer Herrschaft. Schavuot ist auch ein Ernte-Feiertag. Ende April war es im Norden Israels bei einem Fest anlässlich des jüdischen Feiertages Lag Baomer zu einer Massenpanik gekommen. Mehr als 40 Menschen starben.

Quelle: ntv.de, mpe/dpa/AFP

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