Panorama

"Himmelstreppe" auf Hawaii Touristenattraktion birgt Lebensgefahr

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Ein Strandurlaub auf Hawaii ist deutlich ungefährlicher als ein Ausflug zum "Stairway to Heaven".

imago/Aurora Photos

Eine beliebte Touristenattraktion macht auf Hawaii Ärger: Niemand darf die Haiku Stairs betreten, doch viele tun es trotzdem. Anwohner beschweren sich und Besucher riskieren ihr Leben.

Dem Himmel ganz nah sein - für viele Reisende ist das ein besonders erstrebenswertes Ziel. Schließlich lässt sich von oben herab auch ganz besonders gut auf das fremde Land oder die fremde Stadt gucken. Und dann ist da natürlich dieses besondere Gefühl von Freiheit.

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Der Ausblick ist atemberaubend, aber ist er es auch wert, das eigene Leben zu riskieren?

(Foto: imago/Mint Images)

Wo sich das am besten erleben lässt? Besonders Ambitionierte würden zum Beispiel sagen, in Nepal auf dem Mount Everest oder auf dem Kilimandscharo in Tansania. Aber es existieren auch Alternativen: Auf Hawaii gibt es den sogenannten "Stairway to Heaven", eine Treppe in den Himmel. Die ist aber nicht jedermanns Sache.

Bis zu fünf Stunden dauert der Aufstieg - alles andere als ein lockerer Spaziergang. Wer die 3920 Stufen erklimmen will, braucht nicht nur eine gute Kondition, sondern auch eine gehörige Portion Mut. Denn eigentlich ist der Aufstieg seit Jahren untersagt, Grund dafür ist ein Sturm. Galt die Treppe schon immer als unwegsam und rutschig nach Regenfällen, wird sie seit 2015 von der Regierung als gefährlich eingestuft.

Hoch hinaus kann teuer werden

Damals wurde die Himmeltreppe durch einen Sturm schwer beschädigt, die Arbeiten zur Behebung der Schäden gehen nur schleppend beziehungsweise gar nicht voran. Deshalb hat die hawaiianische Regierung beschlossen, die Haiku Stairs für Besucher zu schließen. Offenbar Grund genug für einige Mutige, den Aufstieg erst recht zu wagen. Die Warnschilder und die Proteste der Anwohner werden dabei geflissentlich ignoriert.

Die sind nämlich gar nicht begeistert, dass täglich Touristen durch ihre Vorgärten marschieren, um eine Abkürzung zum Anfang der Treppe zu nehmen. Trotzdem sind es dann immer noch 600 Meter, die es steil nach oben geht. Ein nicht nur anstrengendes Vergnügen, sondern auch ein teures: Wer vom Sicherheitsdienst erwischt wird, muss 600 US-Dollar (rund 527 Euro) Strafe zahlen.

Quelle: n-tv.de, ame/spot