Panorama

Eine Chronologie Tragödien in Mekka

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Die Infrastrukturen in Mekka reichen für die Massen der Gläubigen während der Hadsch nicht aus.

REUTERS

Das Kran-Unglück in Mekka, bei dem mehr als hundert Menschen starben, reiht sich ein in eine traurige Serie von Katastrophen und tödlichen Auseinandersetzungen am Rande der weltweit größten muslimischen Pilgerreise Hadsch, die alljährlich  in die saudiarabische Stadt führt:

Dezember 1975: In einer der Zeltsiedlungen für Pilger verursacht eine explodierende Gasflasche einen Großbrand. Dabei sterben 200 Menschen.

20. November 1979: Einige hundert saudiarabische Oppositionelle verbarrikadieren sich in der Großen Moschee von Mekka und nehmen Dutzende von Pilgern als Geiseln. Bei der gewaltsamen Befreiung zwei Wochen später werden 153 Menschen getötet.

31. Juli 1987: Saudische Ordnungskräfte gehen gegen eine unerlaubte Demonstration iranischer Pilger vor. Bei den Zusammenstößen sterben 402 Menschen.

2. Juli 1990: In einem Fußgängertunnel, der ins Mina-Tal führt, ersticken 1426 Pilger. Offenbar löste ein Ausfall der Belüftungsanlage eine Panik aus.

24. Mai 1994: 270 Pilger werden bei einer Massenpanik während der symbolischen Teufelssteinigung in Mina zu Tode gedrückt.

15. April 1997: Bei einem Feuer in der Zeltstadt der Pilger im Mina-Tal sterben 343 Gläubige. Der Brand wurde durch einen Gaskocher ausgelöst.

9. April 1998: Im dichten Gedränge bei der symbolischen Steinigung des Satans in Mina sterben 118 Pilger. Mehr als 180 Menschen werden verletzt.

1. Februar 2004: 251 Menschen sterben in einem Gedränge in Mina am ersten Tag der symbolischen Teufelssteinigung.

12. Januar 2006: Mindestens 364 Gläubige werden bei einer Massenpanik während der symbolischen Steinigung des Teufels in Mina getötet.

11. September 2015: Beim Sturz eines Baukrans auf die Große Moschee von Mekka werden mehr als hundert Menschen getötet. Mehr als 200 weitere werden verletzt.

Quelle: n-tv.de, jaz/AFP

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